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Bayerisch-israelische Freundschaft "Wie ein gutes Ehepaar"

Die bayerisch-israelische Freundschaft stand gestern Abend im Mittelpunkt im Landtag. Israels Generalkonsul Dan Shaham und Landtagspräsidentin Barbara Stamm hatten zu einem Freundschaftsabend eingeladen.

Von: Regina Kirschner

Stand: 30.05.2017

Bayerischer Landtag | Bild: picture-alliance/dpa

Der bayerisch-israelische Abend im Landtag sollte engagierten jungen Menschen eine Plattform für Freundschaftsprojekte bieten. Bei einer Gesprächsrunde mit Unternehmern und Israelkennern ging es um Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Bayern und Israelis. 

"Anders, aber komplementär"

Für den Generalkonsul Israels Dan Shaham-Ben Hayun sind Bayern und Israelis zwar ein bisschen anders, aber wie ein gutes Ehepaar komplementär. Er sieht genug Gründe, um die bayerisch-israelische Freundschaft zu feiern. Allein, dass es drei gemeinsame  Biersorten gäbe, sei ein Indiz für eine gute Freundschaft, scherzt der Generalkonsul.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm spricht von einer respektvollen Freundschaft, die angesichts des Völkermords an den Juden Europas eigentlich an ein Wunder grenze.

"Faces of Jerusalem" bis 23. Juni im Landtag

Wie ein Miteinander auch zwischen Juden und Arabern aussehen kann, präsentiert die Ausstellung "Faces of Jerusalem" von Herlinde Koelbl. Für die preisgekrönte Fotografin ist es nicht die Politik, die für Hoffnung auf Frieden sorgt, sondern Menschen, die im Alltag Grenzen und Vorurteile überwinden:

"Es sind die einzelnen Menschen, die immer wieder versuchen, die Situation ein bisschen zu verändern."

Fotografin Herlinde Koelbl

Unter anderem zeigen Koelbls Fotos Juden und Araber bei der gemeinsamen Arbeit im Krankenhaus, gemischte Jugendgruppen beim Fußball spielen oder jüdisch-muslimische Paare zu Hause auf dem Sofa. Die Ausstellung ist noch bis 23. Juni im Landtag zu sehen.


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