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Bauprojekt Bau des Münchner Konzertsaals droht Aufschub

Der Zeitplan für den Bau des neuen Münchner Konzerthauses wackelt. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags will, dass sorgfältiger und damit länger geplant wird.

Von: Antje Dörfner

Stand: 06.12.2017

Siegerenwurf für das Münchner Konzerthaus | Bild: Cukrowicz Nachbaur Architekten

Um Mehrkosten zu vermeiden, muss ein Konzerthaus gut geplant werden. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die Landtagsabgeordnete aller Fraktionen von einer Besichtigungstour durch neue europäische Konzertsäle mitbringen. Eine Woche lang waren Mitglieder des Haushaltsausschusses und des Wissenschaftsausschusses unterwegs, vom finnischen Lahti, über Luzern, Luxemburg und Paris bis zur Elbphilharmonie im Hamburg.

Haushaltsausschuss zieht Konsequenzen

Wer nicht ausreichend plane, der verlängere die Bauzeit und damit die Kosten, lautete die Warnung, die die Politiker unterwegs hörten. Wieder zuhause zog der Haushaltsausschuss nun die Konsequenz und sprach sich für mehr Zeit für die Vorbereitung des neuen Konzerthauses in München aus. Da geht es auch um die Betriebskosten und die genaue Planung der Nutzung.

Baubeginn wohl erst 2020

Zwei bis zweieinhalb Jahre könnte das dauern, so eine Schätzung. Das wirft den Zeitplan über den Haufen, den der Freistaat für den Bau ausgegeben hat. Der Spatenstich im  Werksviertel am Münchner Ostbahnhof sollte im kommenden Herbst erfolgen, noch vor der Landtagswahl. Jetzt könnte es also 2020 werden, bis die Bauarbeiten starten.


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