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Kampf gegen Terrorismus Karte statt Bares

Autos oder teuren Schmuck bar bezahlen, das könnte in Zukunft nicht mehr so leicht möglich sein. Die Bundesregierung plant wohl, ein Limit für Barzahlungen einzuführen - auch um dem Terrorismus das Wasser abzugraben.

Von: Katja Strippel

Stand: 03.02.2016

Mann hebt mit seiner Kreditkarte Geld ab | Bild: colourbox.com

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll die Obergrenze demnach bei 5.000 Euro liegen. Einer der Gründe ist, dass Terroristen wie die Anhänger des sogenannten "Islamischen Staates" bei ihrer Finanzierung vor allem auf Bargeld setzen.

Aus dem Finanzministerium heißt es, die Welt sei nach den Anschlägen von Paris nicht mehr dieselbe. Die SPD setzt sich schon länger für eine Obergrenze ein. In einem Positionspapier für die Fraktion heißt es, so könnten nicht nur Schwarzgeld-Geschäfte und Steuerhinterziehung besser unterbunden werden, auch die Geldwäsche würde erheblich erschwert, weil hohe Summen dann nur noch über nachvollziehbare Konto- und Bankverbindungen getätigt werden könnten.

Viel Kritik an den Plänen

Der Handel sieht ein Verbot großer Bargeldzahlungen allerdings kritisch. Und die Bundesbank hat sich bislang auch allen Versuchen wiedersetzt, das Bargeld in Deutschland zurückzudrängen. Bundesbankpräsident Weidmann sagte der FAZ, er sei skeptisch, ob ein Verbot größerer Transaktionen in bar illegale Aktivitäten unterbinde.


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