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Babyboom in Bayern Landshut macht die meisten Kinder

Gebärfreudiges Bayern: Im Freistaat kommen so viele Kinder auf die Welt wie seit fünf Jahren nicht mehr. Im Landkreis Landshut landet der Storch besonders häufig. Von Veronika Beer und Birgit Gamböck

Von: Von Veronika Beer und Birgit Gamböck

Stand: 20.03.2017

Symbolbild: Babyboom in Bayern | Bild: picture-alliance/dpa

Im Jahr 2015 wurden im Freistaat 118.000 Kinder geboren. Das hat das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) in seinem aktuellen Jahresbericht ermittelt. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Geburtenziffer wider, die auf dem höchsten Stand seit 1990 ist.

Demnach hat jede Frau im Freistaat zwischen 15 und 49 Jahren im Durchschnitt 1,48 Kinder geboren. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es 1,34 Kinder. Der deutschlandweite Schnitt liegt im Moment bei 1,5.

Landshut vor Lindau und Eichstätt

Innerhalb Bayerns zeigen sich dabei deutliche regionale Unterschiede. Spitzenreiter in der bayerischen Geburtenstatistik ist der Landkreis Landshut mit durchschnittlich 1,72 Kindern pro Frau. Kurz dahinter folgen die Landkreise Lindau (1,69) und Eichstätt (1,68).

Geburtenziffer in Bayern

"In den nordöstlichen Landkreisen sind die Geburtenzahlen schon seit Jahren deutlich niedriger. Im Speckgürtel von München gibt es viele Kinder. Junge Familien ziehen dort hin, weil es Jobs und gute Perspektiven gibt."

Harald Rost, Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg

Unistädte versus Landkreise

In Universitätsstädten bekommen die Frauen im Durchschnitt übrigens weniger Kinder als in den umgebenden Landkreisen. Das liegt vor allem am Alter.

"In Städten wie Passau, aber auch Bamberg und Regensburg ist der Anteil an Studierenden und damit jüngeren Menschen, die noch keine Familie gründen, besonders hoch."

Prof. Dr. Henriette Engelhardt-Wölfler, wissenschaftliche Leiterin des ifb

Mütter mit Jobs

Immer mehr Mütter im Freistaat sind berufstätig. 75,9 Prozent haben einen Job. Im Jahr 2010 waren es 71,7 Prozent, im Jahr 2000 lag der Anteil bei 67,3 Prozent.

"Die Erwerbstätigenquote bei Müttern nimmt zu, wobei es überwiegend Teilzeitjobs sind. Frauen mit mehreren Kindern sind erwartungsgemäß seltener berufstätig."

Harald Rost

Ein oder zwei Kinder

Die Bayern bekommen in der Regel ein bis zwei Kinder, Großfamilien gibt es nur wenige. So haben insgesamt 649.000 Familien ein Kind unter 18 Jahren, 486.000 haben zwei. Drei oder mehr Kinder leben in 132.000 Familien. 74,9 Prozent der Eltern sind verheiratet, 17,7 Prozent sind Alleinerziehende und 7,4 Prozent leben in nicht ehelichen Gemeinschaften.

Das Staatsinstitut für Familienforschung widmet sich bereits seit mehr als 20 Jahren den Lebensbedingungen und Bedürfnissen von Familien, dem Familienleben und den veränderten familiären Lebensumständen und Lebensweisen.


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websaurier, Dienstag, 21.März, 09:47 Uhr

12. Gerüchteküche...


Ist es nur ein Gerücht, dass die beliebtesten Vornamen in Bayern aktuell "Mohamed", "Fatima", "Ramazan" und "Aische" sind ???

  • Antwort von Pronto, Dienstag, 21.März, 11:01 Uhr

    Saurier gehen immer nach Gerüchen und sollten langsam mal anfangen, sich
    mit ihren Gehirnzellen zu befassen.
    Die sind bestimmt vorhanden, also einsetzen:-)!

  • Antwort von websaurier, Dienstag, 21.März, 13:16 Uhr


    Wenn Sie den Unterschied zwischen "Gerüchten" und "Gerüchen" erlernen , dann können Sie sich auch inhaltlich besser beteiligen...

  • Antwort von R.B., Dienstag, 21.März, 13:20 Uhr

    @websaurier, 09:47 Uhr: Ihre Kommentare passen echt Klasse zu Ihrem Namen ;-)
    Und für diese Konsequenz zoll ich Ihnen Respekt ;-)

Leser, Dienstag, 21.März, 04:15 Uhr

11. Statistiken

Der in dem Artikel zitierte Report weist auf Seite 43 detalliert aus, wie sich die Geburtenraten in Bayern entwickeln. Siehe hierzu http://www.ifb.bayern.de/imperia/md/content/stmas/ifb/materialien/mat_2017_1.pdf
Demnach ist ersichtlich, dass die Geburten der Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit seit Jahrzehnten rückläufig sind, im Gegensatz zu den Geburtenziffern der Frauen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Ergänzend sollte noch erwähnt werden, dass ohne den Zuzug nach Bayern die Anzahl der Bürger in Bayern schwindet. Die Sterblichkeitsrate liegt deutlich höher als die Geburtenrate. Siehe auch https://www.statistikdaten.bayern.de/genesis/online?operation=previous&levelindex=2&levelid=1490064347040&step=2
Mit Berücksichtigung der Geburtenziffer Deutschlands im weltweiten Vergleich, siehe bsp. http://www.laenderdaten.de/bevoelkerung/geburtenrate.aspx , erschließt sich mir der Begriff "Babyboom" als Zustandsbeschreibung einer aktuellen demographischen Entwicklung nicht.

Klaus Leist, Montag, 20.März, 19:50 Uhr

10. "Gebärfreudig"

Um die Bevölkerungszahl konstant zu halten bräuchten wir eine Geburtenrate von etwa 2,2 %, es fehlen also mehr als 1/3 der notwendigen Geburten. Interessant in diesem Zusammenhang wären auch die Sterbezahlen. Daraus ließe sich ableiten, wie unsere Bevölkerungszahl sich im Sinkflug befindet. Die Industrie stöhnt über zu wenige Auszubildende und Mutti Merkel (kinderlos) holt sich die Kinder aus dem Ausland. Wenn das keine weitsichtige Politik ist.

  • Antwort von RobertH, Montag, 20.März, 21:20 Uhr

    Ich muss Ihnen hier Recht geben. Aber das ist nur eine Seite, auf der anderen Seite ist es doch auch so, das unsere Gesellschaft sich gewandelt hat. Kinder zu haben bedeutet auch ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen und in manchen Dingen auch kürzer treten zu müssen. Der Zeitgeist geht aber immer mehr Richtung Selbstverwirklichung....Egoismus.....Kinder zu haben ist da etwas hinderlich um es mal diplomatisch auszudrücken. Da ist es doch einfacher es zu Halten wie "Mutti Merkel"....lasst doch die anderen die Arbeit machen und wenn das nicht klappt, dann "importieren" wir doch einfach. Es ist eine verrückte Welt....statt dafür zu sorgen das es Familien hier leichter haben, wirft man Ihnen Knüppel zwischen die Beine und argumentiert dann damit, warum wir Zuwanderung nötig haben...Schulz ist da nicht besser. Man bedenke nur die Aussage "wertvoller als Gold"..

  • Antwort von Gebärmutter, Montag, 20.März, 21:34 Uhr

    RobertH
    Dümmer geht immer.
    Ist Schulz jetzt schon schuld daran, dass die Deutschen kaum noch Kinder "produzieren"!
    So einen Blödsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

  • Antwort von Uterus, Montag, 20.März, 21:57 Uhr

    @ Klaus Leist
    @RobertH
    Frau Dr.Merkel haben sie ja auch noch angegriffen.
    Der Totalausfall ohne eigene deutsche Kinderlein.
    Da ist Frau von der Leyen schon ein anderes Kaliber.

    Wir Deutschen sterben wegen Merkel und Schulz aus.

  • Antwort von Klaus Leist, Dienstag, 21.März, 11:40 Uhr

    @uterus: bei allem Respekt, was geben Sie da von sich? Wer greift Frau Merkel an? Ist es nicht eine Tatsache, dass sie kinderlos ist? Ist also die Feststellung einer Tatsache ein Angriff? Sollten Sie allerdings der Meinung sein, dass zwischen einer ggf. familienfeindlichen Politik unserer Kanzlerin und ihrer persönlichen Einstellung zu Geburten ein intellektueller Bezug besteht, dann sollten Sie das auch so ausdrücken. Frau Merkel ist doch nur eine von vielen Frauen, die ihre Karriere dem Kinderwunsch überordnet, da steht sich doch nicht alleine da. Und dass Sie Frau vdL anmerken ist eine Belobigung für diese Dame, die zeigt, dass sehr wohl beides unter einen Hut zu bringen ist, übrigens auch Frau Scheswig. Also, politische Vorbilder zum Kinderkriegen hätten wir.

  • Antwort von @ Klaus Leist, Dienstag, 21.März, 12:47 Uhr

    @ Klaus Leist
    Mutti Merkel (kinderlos) holt sich die Kinder aus dem Ausland. Wenn das keine weitsichtige Politik ist.

    Wäre Merkel ein Mann, hätten sie diese Feststellung auch getroffen !?
    Was hat Frau Merkel mit dem Babyboom zu tun ?

    Familienpolitisch wurde in letzter Zeit doch einiges verbessert.
    Optimal ist es noch immer nicht, aber die Geburtenzahlen die nötig wären
    um das Demographieproblem zu lösen, werden wir nie mehr erreichen.

EinVater, Montag, 20.März, 19:27 Uhr

9. "Babyboom"?

In Landshut mit 1,72 Kinder pro Frau von einem Babyboom? Ist wohl ein Witz? In Afrika hat die Frau im Durschnitt (!) 4 Kinder. Was ist das dann ? Damit ist auch klar dass bei dieser Bevölkerungsexplosion, so viele übers Mittelmeer nach Europa wollen. Dagegen ist der Landshuter Babyboom wohl nicht der Rede wert. Der Demographiezug ist in Deutschland schon lange abgefahren. Wäre die Geburtenquote in den letzten 30 Jahren deutlich höher, würden wir heute und vor allem in Zukunft nicht vor einem Demographieproblem stehen. Aber die Politik hat dieses Thema nicht für wichtig angesehen, und will jetzt durch schnelle Zuwanderung die "Demographielöcher stopfen". Wird aber nicht gelingen, und auch der Landshutbabyboom wird uns nicht retten.

Fons, Montag, 20.März, 19:23 Uhr

8. Statistikquatsch

Diese Statistik ist wohl wie viele wertlos bzw. ungenau, denn inzwischen werden und wurden viele Geburtskliniken geschlossen und somit werden in diesen Monster-Kliniken Geburten von mehreren Landkreisen erfasst und ergänzend zu den Pressedamen, als ich in die Schule ging, hat mein Lehrer das Wort machen im Deutsch-Unterricht bzw. im Deutsch-Aufsatz als schlechtes Deutsch bezeichnet, hoffentlich macht die Veronika und Birgit das "Kinder machen" richtig.
@Nemo Nullus, im welchen Zeitalter lebt er wohl mit der Bezeichnung "stockkatholisch" und mit seiner Hasensprache?