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Herbstklausur in Landshut Grüne diskutieren über giftfreie Landwirtschaft

Heute beginnt sie, die Herbstklausur der Grünen-Fraktion des Bayerischen Landtags. Bis Freitag diskutieren die Politiker in Landshut über ihren politischen Kurs im kommenden halben Jahr. Zum Auftakt ist der Fraktionschef der Grünen im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter, zu Gast.

Von: Johannes Reichart

Stand: 13.09.2017

Anton Hofreiter | Bild: picture-alliance/dpa

Giftfreie Landwirtschaft, das wird das Oberthema der Grünen in den kommenden drei Tagen. Dabei diskutieren die beiden Vorsitzenden Katharina Schulze und Ludwig Hartmann mit ihren 15 Kollegen aus der Fraktion, welche Akzente in der Agrarpolitik gesetzt werden müssen, damit der Kreislauf Ackerboden – Lebensmittel – Ernährung künftig mit weniger Pestiziden und Herbiziden belastet wird.

Gifteinsatz halbieren

Sonnenblume im Getreidefeld

Laut Co-Vorsitzendem Ludwig Hartmann ist es Ziel der Grünen, bis 2030 in Bayern den Gifteinsatz auf den Äckern zu halbieren. Landwirtschaft kann nur im Einklang mit der Natur, nicht gegen sie betrieben werden, so der Grünen-Politiker. Auch zu den Themen Artenvielfalt, Tierschutz und Verbraucherschutz will die Fraktion politische Konzepte ausarbeiten.

Im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Anton Hofreiter geht es heute zudem um die letzten Meter im Bundestagswahlkampf. Der Freitag steht dann im Zeichen der EU: mit dem Vorsitzenden der Europäischen Grünen Partei, Reinhard Bütikofer, diskutieren die Parlamentarier über den Brexit.


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IH, Mittwoch, 13.September, 14:41 Uhr

14. Grüne? Ich brauch keine scheinheiligen Moralapostel.

Ach ja, die Grünen ... die in Oberschleißheim (Bahnhof) am ... vergangenen Samstag, 9.9. sich an ihrem kleinen Wahlkampf-Stand mit Sonnenschirm so herzig für mehr Radfahren eingesetzt hat, um besagten Stand mit Sonnenschirm dann von einer Parteifreundin mit BMW SUV abtransportieren zu lassen. Schon mal was von Fahrradanhängern oder Lastenrädern gehört? Meine Laune für den Tag war jedenfalls gerettet, denn ich pflege einen ausgesprochen schwarzen Humor.

Solche Heuchler braucht nun wahrhaftig keiner. Ich unterstütze durchaus einiger ihrer Ideen, aber eine Partei, die aus Moralaposteln, Theologie-Studiumsabbrechern und Alt-68ern ohne jeden Realitätsbezug besteht, sollte nicht mal einen Ortsvorstand stellen.

Wolfgang, Mittwoch, 13.September, 14:08 Uhr

13. Können 8 oder gar 10 MRD Menschen mit giftfreier Landwirtschaft satt werden?

Und in Deutschland, mit 20 Mio Zuwanderern im Jahr 2050 und insgesamt 100 Mio Einwohner und für alle Demeter voll vegan, ginge das?

Oder lieber der Geburtenrate entsprechend 50 bis 60 Mio im Jahre 2060 ohne Zuwanderung, giftfreie Landwirtschaft und für unsere Enkel auch Schweinebraten und Steak vom Grill.

Was ist wünschbar? Was bekäme eine Mehrheit bei einer Volksabstimmung?

Liebe Grüne., bitte eine klare Antwort.

  • Antwort von IH, Mittwoch, 13.September, 14:46 Uhr

    Auf die Rechnung warte ich auch schon lange, ob man die Menschheit so wie sie ist, mit den vorhandenen Ackerflächen, vegetarisch oder gar vegan ausgewogen ernähren kann - mit "ökologischer" Landwirtschaft. Es gibt ja immer die Rechnung mit man braucht so und soviel Wasser für ein 1kg Steak - aber ich habe noch nie eine Rechnung gesehen, die z.B. Wassereinsatz mit dem "Nährwert" der erzeugten Nahrung ins Verhältnis setzt.

  • Antwort von Karl Napf, Mittwoch, 13.September, 16:07 Uhr

    Eine Studie hierzu wurde im Jul 2016 veröffentlicht. Die Hochrechnungen zeigen, zumindest für die in den USA zur Verfügung stehende Agrarfläche, dass eine vegetarische Ernährung die verfügbare Fläche am besten nutzt. Wobei nicht klar wird warum Dauerkulturen (perennial cropland) in der Berechnung des vom Menschen nutzbaren Land ausgenommen wurde. Mit Einbeziehung dieser Flächen würde sich das Bild nochmal deutlich in Richtung direktem Pflanzenverzehr verschieben. Was nicht weiter verwundert, da jegliche Produktion von tierischen Kalorien den Gesetzen der Thermodynamik unterworfen ist, und die Energiezufuhr ausschließlich durch Pflanzen erfolgt.

    Quelle: https://www.elementascience.org/articles/10.12952/journal.elementa.000116/

stefan, Mittwoch, 13.September, 12:59 Uhr

12. Trinkwasser

Für uns scheint es selbstverständlich zu sein, einfach den Hahn aufzudrehen und dass Trinkwasser sprudelt. - Leider wird unser Trinkwasser durch die Landwirtschaft bedroht. - Gülle oder Mais-Mono-Kulturen sind her zu nennen.

PS: Seit drei Wochen habe ich auf der Arbeit auch kein Trinkwasser. -

Hrdlicka, Mittwoch, 13.September, 12:54 Uhr

11. Verbraucherbeitrag

Dieses und andere Ziele könnte man viel leichter erreichen wenn der deutsche Verbraucher die Zeit die er auf der Suche nach dem Laden wo er einen Cent mehr sparen kann dafür aufwenden würde, sich Gedanken über seine Entscheidungen zu machen !

Optic, Mittwoch, 13.September, 12:10 Uhr

10. Mehr grüne Landwirtschaft

Wir vergiften unsere Böden und exportieren den landwirtschaftlichen Überschuss in die Entwicklungsländer. Damit entziehen wir der kleinstrukturierten lokalen Landwirte die Lebensgrundlage. Wundern uns dann über riesig Flüchtlingsströme.
Eine stärker ökologisch geprägte Landwirtschaft könnte einen Beitrag für mehr Lebensqualität bei uns und in den Entwicklungsländern leisten. Dafür brauchts aber eine grünere Politik. Leider verkaufen sich die Grünnen im Moment nicht so gut. Das magentagelbblaue Heißluftgebläse und die am äußersten rechten Rand aufgestellte AfD finden mit billigen Parolen heute eher Zuhörer.