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Chance auf Asylanerkennung unterschiedlich Flüchtlinge: Asylquoten unterscheiden sich stark

Ob ein Flüchtling Asyl bekommt oder nicht, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland sehr stark. So haben Afghanen und Iraner in Bayern deutlich schlechtere Chancen auf Asyl als in Bremen. Das teilte die Bundesregierung auf Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke mit.

Stand: 13.10.2017

Flüchtlinge aus Afghanistan in einem Bus der Polizei in Passau  | Bild: pa/dpa/Sven Hoppe

Demnach war die Schutzquote von Flüchtlingen aus dem Irak in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Bremen mit 96,4 Prozent fast doppelt so hoch wie in Berlin (50,3 Prozent).

In Bayern bekommt jeder dritte Iraner Asyl, in Bremen 85 Prozent

Auch bei den Entscheidungen über die Anträge von Afghanen und Iranern zeigten sich demnach große Unterschiede. So lag die Spannbreite der positiven Asylbescheide bei Antragstellern aus Afghanistan zwischen 30,9 Prozent (Brandenburg) und 65 Prozent (Bremen). Bei Asylbewerbern aus dem Iran lag die Schutzquote zwischen 37,6 Prozent (Bayern) und 85 Prozent (Bremen).

Syrer bekommen fast immer Asyl

Die Schutzquoten von syrischen Asylbewerbern lagen den Angaben zufolge dagegen in allen Bundesländern über 99 Prozent. Die sogenannte bereinigte Schutzquote beschreibt der Antwort auf die Linken-Anfrage zufolge den Anteil der Asylbewerber, die Asyl, einen anerkannten Flüchtlingsstatus, subsidiären oder anderen Schutz erhalten haben. Sie dürfen als Flüchtlinge in Deutschland bleiben. Verfahren, die aus formellen Gründen entschieden wurden, etwa weil ein anderer EU-Staat für die Entscheidung zuständig ist, würden bei der bereinigten Anerkennungsquote nicht berücksichtigt.

Deutlich schlechtere Asylchancen für Afghanen in Bayern und Brandenburg

Linken-Politikerin Jelpke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es gebe keine plausiblen Erklärungen für die unterschiedlichen Quoten. "Es darf aber nicht sein, dass afghanische Flüchtlinge beispielsweise in Brandenburg oder Bayern nur etwa halb so große Chancen auf einen Schutzstatus haben wie in Bremen."


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Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 13.Oktober, 18:33 Uhr

5. Neuerlicher Begriffmißbrauch

Die Titelzeile strotz wieder mit dem Begriffmißbrauch und es müsste Asylantraganerkennung heißen statt Asylquote.
Wie Sie wissen haben wir keine Flüchtlinge, sondern nur Migranten und diese gehören abgewiesen an den Grenzen der BRD. Denn sie kommen aus sicheren Drittstaaten, es sei denn sie landen an der Küste der Nord- oder Ostsee oder auf einem Flughafen, der von einem außereuropäischen Land angesteuert wurde. Somit sind 99,8% aller Personen keine Flüchtlinge, sondern wollen für sich keine wirtschaftliche Verantwortung tragen.
Dass sie dennoch einreisen dürfen ist politisch gewollt, denn sie werden zu Billigstarbeitskräften für das Großkapital. Humanität hat damit nichts zu tun. Wenn sie aus den Arbeitsmarkt fallen oder erst gar nicht einsteigen, so zahlt das der Bürger. Übrigens in Syrien ist seit Monaten der Krieg vorbei. Es gab schon lange keine Meldungen mehr vom ISIS oder von Aktionen der fremden Streitkräfte in diesem Land.

  • Antwort von Süddeutscher und gleich weg, Freitag, 13.Oktober, 18:58 Uhr

    Somit müssten nun Hunderttausende monatlich aus der BRD ausreisen.

klaus, Freitag, 13.Oktober, 12:35 Uhr

4. Asyl

Im Bericht wird alles - wohl bewußt - durcheinander gemischt. Die Anerkennung als Asylant ist bundesweit sehr niedrig. Der Rest ist vorübergehend schutzbedürftig und muss bei Einhaltung der Gesetze - was nicht der Fall ist - wieder zurück in sein Heimatland. Unsere Regierung erfindet immer neue Gründe, damit alle bleiben können und noch möglichst viele kommen.

Raymond, Freitag, 13.Oktober, 12:15 Uhr

3. war sicherlich gute Idee ...

Fluechtlinge , Asylanten , man darf nicht vergessen , dies hat auch viele Jobs geschaffen in den letzten Jahren ...nur leider haben die Verantwortlichen vergessen , das dies auch finanziert werden muss , mal abgesehen , vom Terror und noch vielen anderen Problemen mit Menschen aus anderen Kulturkreisen ....jetzt moechten viele dieser Verantwortlichen , die Probleme wieder loswerden , vielleicht ueberlegt man vorher was man tut ???

dewor, Freitag, 13.Oktober, 11:52 Uhr

2. bremen

ausgerechnet Bremen - seit einem halben Jahrhundert das absolute Schlusslicht in Deutschland - wedelt mit dem Geld vom Finanzausgleich herum - um - siehe Bild - Männer im besten Wehrpflichtalter großzügig Asyl zu gewähren

Hallo, Freitag, 13.Oktober, 10:54 Uhr

1. Das ist in anderen Bereichen genau so

Die Länder arbeiten nach völlig unterschiedlichen Prinzipien.
Dadurch ergeben sich, je nach Sichtweise, Vor- und Nachteile für die Menschen.
Bildung, Finanzämter, Polizei, Grossbauprojekte usw.
Je nach Bundesland wird völlig anders vorgegangen.

Und jetzt, bei der Anerkennung von Flüchtlingen, wundert man sich plötzlich über Unterschiede?

Ich vermute in links-grünen Bundesländern werden Flüchtlinge so behandelt wie in Bayern die Unternehmer.
Geld in den Arsch schieben (Alleingang Erbschaftssteuer) und so gut wie keine vernünftigen Kontrollen (überarbeitete Finanzämter).