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ARD-Umfragen zu Landtagswahlen Kretschmann hängt CDU ab - Starke AfD

In Baden-Württemberg zeichnet sich eine Sensation ab: Bei der Landtagswahl könnten die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann stärkste Kraft werden. Das zeigen die aktuellen Vorwahlumfragen der ARD. In Rheinland-Pfalz gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in Sachsen-Anhalt überrascht die AfD.

Von: Achim Wendler

Stand: 03.03.2016

Winfried Kretschmann schaut aus seinem Wahlkampf-Bus | Bild: picture-alliance/dpa

Es wäre ein Umbruch der Parteienlandschaft. Von einem Kopf-an-Kopf-Rennen kann im Südwesten keine Rede mehr sein. Eineinhalb Wochen vor den Landtagswahlen setzen sich die Grünen klar von der CDU ab. Auf 32 Prozent kommt die Regierungspartei in der Sonntagsfrage. Das wären fast acht Punkte mehr als bei der Wahl 2011 – und schon damals erzielten die Grünen ein Rekordergebnis.

Die CDU sinkt in ihrem Stammland auf nurmehr 28 Prozent. Die SPD liegt gleichauf mit der AfD, nämlich bei 13 Prozent. An ihrer Schwäche würde eine Fortsetzung der grün-roten Koalition scheitern. Stark ist in Baden-Württemberg die FDP mit acht Prozent.

Grüner Höhenflug mit Kretschmann

Der Grund des grünen Durchmarsches hat einen Namen: Winfried Kretschmann. Der Ministerpräsident bekäme in einer Direktwahl fast zwei Drittel der Stimmen. Weit abgeschlagen folgt sein CDU-Herausforderer Guido Wolf mit nur 17 Prozent. Ob der grüne Höhenflug unter dem Drogenverdacht gegen den Kölner Bundestagsabgeordneten Volker Beck leidet, geht aus dieser Umfrage nicht hervor. Denn das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap hat die Bürger in Baden-Württemberg von Montag bis Mittwoch angerufen und interviewt, Beck erschien erst Mittwochabend in den Schlagzeilen.

Landtagswahl Sonntagsfrage Baden-Württemberg

Kopf-an-Kopf-Rennen in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz steht die SPD deutlich besser da. Gegen den Bundestrend (da war sie zuletzt auf 23 Prozent gesunken) hält sie sich bei 34 Prozent. Die CDU sinkt in den Umfragen langsam weiter, kann sich aber mit jetzt 36 Prozent noch vor der regierenden SPD halten. Die AfD liegt bei neun Prozent, die Grünen bei sieben, die FDP bei fünf. Auch in Rheinland-Pfalz könnte die aktuelle Regierung demnach nicht weitermachen. Aber auch für ein schwarz-gelbes Bündnis würde es nicht reichen. Könnten die Rheinland-Pfälzer ihre Ministerpräsidentin direkt wählen, würden sie Amtsinhaberin Malu Dreyer (SPD) den Vorzug geben (50 Prozent). CDU-Herausforderin Julia Klöckner liegt bei 30 Prozent.

Landtagswahl Sonntagsfrage Rheinland-Pfalz

Mögliche AfD-Sensation in Sachsen-Anhalt

Die "Alternative für Deutschland" mischt die Parteienlandschaft in Magdeburg auf. Ganze 19 Prozent würde sie laut ARD-Vorwahlumfrage einfahren. Stärker sind nur Linke (21 Prozent) und CDU (31 Prozent). Die SPD rangiert bei nur 15 Prozent. Das ist noch einmal deutlich weniger als bei der letzten Wahl im Jahr 2011. Die Grünen würden die 5-Prozent-Hürde knapp überspringen, die FDP dagegen nicht. Damit wäre Sachsen-Anhalt das einzige Bundesland, in dem die jetzige Koalition bestätigt würde, wenn auch nur knapp. Wichtig ist: Diese ARD-Vorwahlumfragen sind keine Prognosen, sondern nur ein aktuelles Stimmungsbild.

Landtagswahl Sonntagsfrage Sachsen-Anhalt


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Gerald, Freitag, 04.März, 10:21 Uhr

6. Wahlbeobachtung!

Die Wähler sollen alle gegen 18:00 Uhr am 13.03.2016 in den Wahllokalen hingehen, um die Auszählung der Wählerstimmen zu verfolgen! Man kann nur hoffen, das es bei diesen drei Wahlen alles fair und korrekt läuft! Nicht das es wieder zu Ungereimtheiten bei der Auszählung kommt! Ich sage nur Bremen bei der letzten Wahl! Endlich werden die Wahlen wieder spannend! In der letzten Zeit waren doch die Wahlen in Deutschland echt langweilig! Bin echt gespannt, wie hoch diesmal die Wahlbeteiligung ist?!

  • Antwort von Thomas, Freitag, 04.März, 11:40 Uhr

    Als Wähler haben Sie nach Schließung des Wahllokales keinen Zugang mehr und auch kein Recht der Auszählung beizuwohnen wenn Sie nicht Wahlbeisitzer und damit mit den Aufgaben der Auszählung betraut sind.

    Ich kann mich nur wundern wie leichtgläubig manche das Geschwätz der AfD glauben die ihnen suggeriet dass man als Wähler die Auszählung "überwachen" kann. Wahl und Auszählungsprozess sind nach den gesetzlichen Bestimmungen immer noch geheim. Wenn einer Zweifel am Auszählergebnis hat und geltend machen will, so muss er/sie diese schon gegenüber dem Wahlamt der Kreis- / Stadtbehörde mit Begründung vortragen (schriftlich) oder sich an das zuständige Verwaltungsgericht wenden. Das VG entscheidet dann ob eine Klage zulässig ist um das Auszählungsergebnis rechtlich anzufechten und überprüfen zu lassen.

    Wenn Sie als Wähler nach Schließung des Wahllokales dieses unberechtigt betreten, begehen Sie eine Handlung die rechtliche Konsequenzen für Sie nachziehen kann.

  • Antwort von Rainer , Freitag, 04.März, 14:25 Uhr

    Thomas,
    warum verbreiten Sie hier hier Unwahrheiten?
    Natürlich darf jeder Bürger der Auszählung beiwohnen, sofern es die Räumlichkeiten erlauben und er sich ruhig verhält.
    Und in der gegenwärtigen Situation halte ich dies für erforderlich.

  • Antwort von Max Ziel, Freitag, 04.März, 15:59 Uhr

    Die Auszählung von Wahlen ist GRUNDSÄTZLICH ÖFFENTLICH und muss vom jeweiligen Wahlvorstand im Wahllokal explizit ermöglicht werden, z.B. Türen öffnen. Auch das Einsammeln der Ergebnisse von jedem Wahllokal ist öffentlich und kann im Rathaus (oder Landratsamt) beobachtet werden. In unserer Demokratie ist der Wähler der Souverän und ihm müßen alle Möglichkeiten der Wahrnehmung seiner Rechte eingeräumt werden. Auch eine Nachzählung (wiederum öffentlich) kann von Jedermann beantragt werden.

  • Antwort von Wolf, Samstag, 05.März, 13:13 Uhr

    Ach ja,wenn die AfD nicht gewählt wird kann es ja nur Wahlbetrug sein.....wenn dieses Land zur Bananenrepublik wird, dann durch die AfD.

  • Antwort von wm, Samstag, 05.März, 16:50 Uhr

    @Wolf

    ......dieses Land ist bereits zur Bananenrepublik verkommen!!

  • Antwort von Logic Analyzer, Sonntag, 13.März, 03:46 Uhr

    Sehr gute Idee,

    da "wohnen" dann 1000-5000 Menschen in einem Wahllokal der Auszählung bei? Öffentlich geht das nur in einem Stadion oder dem Marktplatz. Eigentlicher Grund ist doch die AfD, die den Staat mit dieser Propaganda zu beeindrucken versucht. Wieder ein kläglicher Versuch.

Hilda, Freitag, 04.März, 09:33 Uhr

5.

Wieso taucht so was wie der Drogenskandal bei den Grünen genau vor der Wahl auf? Ein Schelm wer böses denkt!?

  • Antwort von qw, Freitag, 04.März, 10:35 Uhr

    Ja, auf solche Gedanken kann man kommen. :)

  • Antwort von Argus A., Freitag, 04.März, 10:51 Uhr

    Wieso taucht der Drogenskadal bei den Grünen jetzt auf?

    Weil Beck Drogen gekauft hat, nachdem er schon mal mit einer sehr fragwürdigen Haltung zur Pädofolie aufgefallen ist.

Das Leihschwein, Freitag, 04.März, 08:58 Uhr

4. Nach Jahrzehnten CDU Politik in BW ist/war der Wähler sie einfach leid

Ob aber nun CDU/FDP/SPD/Grüne/Linke die Regierung stellen spielt in der praktischen Politik absolut keine Rolle. Industriekonzernen, Banken, Versicherungen, Pharmakonzernen ist es völlig egal,sie haben Zugang zu den Staatskanzleien und arrangieren sich mit jeder Partei. Sie wissen doch genau, was Politiker in Wahlkämpfen so alles sagen gehört einfach zur Show, um gewählt zu werden. Der GRÜNE Ministerpräsident in B-W macht konkret keine andere Politik als all seine Vorgänger. Stuttgart 21 wird gebaut und Autokonzerne in Baden-Württemberg, dazu die Mitarbeiter in der Zulieferindustrie werden von der GRÜNEN/SPD Regierung doch hofiert. Ist der Wähler so naiv zu glauben das eine Regierung gegen diese wirtschaftlich Mächtigen wie Bosch, Mercedes, Porsche und den Gewerkschaften Politik machen kann? Von 1998 bis 2005 hatten SPD/GRÜNE doch saubere Politik für oben genannten Konzerne gemacht und die Grünen warfen ich Parteiprogramm komplett über Bord.

  • Antwort von Hirni, Sonntag, 13.März, 03:52 Uhr

    Verbinden sie mit einem Politikwechsel, die Abschaffung von Konzernen? - Sehr gewagter Ansatz. Den BWlern geht es wirtschaftlich gut. Sehr gut, warum sollte eine Grüne Politik das ändern. Dass es den Leuten schlecht geht. S21 ist überall. Die Leute kommen mit Veränderungen und Fortschritt nicht zurecht. Siehe andere Grossprojekte, zB Monstertrassen oder Strassenbau.
    Was hören sie von Bodo Ramellow? Hat der Thüringen zum Kommunismus zurückgeführt?

Himmelsstürmer , Freitag, 04.März, 08:23 Uhr

3. "Kretschmann!"

Ein Kretschmann ist zwar ein Vorzeigepolitiker ABER danach kommt leider überhaupt nichts mehr, somit kann man es vergessen ihn zu wählen. Bei der CDU ist es fast ähnlich bzw. da gäbe es sehr viele schlaue Köpfe ABER die haben eine Diktatorin Merkel als Kopf vorne dran, somit kann selbst die nicht wählen! Von einer SPD will ich gar nicht schreiben, denn unter sozial verstehe ich was anderes! Daß eine AfD so stark ist, freut mich in gewissen Weise, da sich einmal etwas ändert, denn das momentane hin und her Geplänkel ist zum Ankotzen! Daß bei der AfD ein paar deplatzierte Leute gibt, ist so, schaue man die Grünen an, da sitzen selbst nach Jahren noch so viele Chaoten in der Regierung, daß es einem schlecht wird.

  • Antwort von Wolf, Samstag, 05.März, 13:09 Uhr

    Ein paar deplatzierte Leute?......schießwütige Nationalisten trift es wohl eher....haben Sie mal das Wahlprogramm der BW-AfD gelesen? Da wird mir schlecht! Homophob und rassistisch,völlig unwählbar diese "Leute".

Hans Kienzle, Freitag, 04.März, 06:39 Uhr

2. Kretschmann hängt CDU ab

In Baden-Württemberg braucht man die AfD nicht wählen. Die CDU wird hoffentlich nicht regieren. Damit hat sich die AfD erledigt. Unvorstellbar wenn wieder der ''Schwarze Filz'' regieren würde. Der angerichtete Schaden von den CDU-Helden, Oettinger und Mappus ist groß genug.

  • Antwort von Bernd Tschibulla, Freitag, 04.März, 09:32 Uhr

    Hä wo ist der Zusammenhang bei ihrem geschreibsel? Warum braucht man die AfD nicht wählen? Gerade jetzt muss diese gewählt werden. Was hat AfD mit der cdu zu tun??
    Die grünen braucht kein Mensch. Keine Ahnung warum die hier so stark sind. Liegt sicher am Kretschmann. Danach kommt nur noch lauwarme Luft. Egal, meine Stimme für die AfD.