Arbeitslosenzahlen auf Tiefstand

Arbeitsmarkt Bayern Arbeitslosenzahlen auf Tiefstand

Stand: 30.06.2017

Agentur für Arbeit | Bild: dpa-Bildfunk

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern hat den niedrigsten Stand seit 20 Jahren erreicht. Sie ist im Juni um 4.527 auf 216.522 zurückgegangen, die Arbeitslosenquote beträgt wie im Mai 3,0 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 3,2 Prozent gelegen.

Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, sprach von einem weiterhin positiven Trend, sieht aber "weiterhin große Herausforderungen". Ein Problem sei vor allem der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit, die sich vor allem in den großen Städten konzentriere. Rund ein Viertel aller Arbeitslosen in Bayern sei langzeitarbeitslos, so Holzwart.

"Das Know-How jedes Einzelnen ist gefragt, um den Bedarf an Arbeitskräften in Bayern weiterhin decken zu können und den Wirtschaftsstandort Bayern langfristig zu sichern."

Ralf Holtzwart, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen.

Hof ist Schlusslicht

In 38 bayerischen Landkreisen herrscht mittlerweile nach offizieller Definition Vollbeschäftigung. Am niedrigsten ist die Quote nach wie vor im Landkreis Eichstätt mit 1,3 Prozent, gefolgt von Neumarkt und Regensburg Land mit jeweils 1,6 Prozent. Schlusslicht ist die Stadt Hof mit einer Quote von 7,2 Prozent.

Zahlen zum Ausbildung und Arbeitslosigkeit

Erstmals hat die Bundesagentur auch Zahlen über den Zusammenhang von Ausbildungsniveau und Arbeitslosigkeit erhoben. Das Ergebnis: Ungelernte sind fünfmal so häufig arbeitslos wie Menschen mit Ausbildung oder Studium.

"Je besser jemand qualifiziert ist, desto höher sind seine Chancen auf eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt."

Ralf Holtzwart, Chef der Bayerischen Arbeitsagenturen.

Arbeitsmarkt bundesweit

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni um 25.000 auf 2.473.000 zurückgegangen. Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt, sank die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Verantwortlich für den Rückgang sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ausschließlich jahreszeitliche Gründe.

Arbeitsmarkt Regional

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