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Arbeitskampf in der Metallindustrie "Nicht überdrehen": Die Metallarbeitgeber schießen zurück

Heute startet in der Metall- und Elektroindustrie die Tarifrunde in einigen Bezirken. Morgen findet für Bayern der Auftakt in Schweinfurt statt. Begleitet wird das von der IG Metall mit einer Protestaktion. Aber auch die Metallarbeitgeber in Bayern warten mit einer Kampagne auf.

Von: Birgit Harprath

Stand: 15.11.2017

schleifbock, workers, workspace | Bild: colourbox.com

Ein Löwe im Seitenprofil und daneben die Worte: Nicht überdrehen. Das Motiv hängt als Megaposter seit heute über dem Eingang vor der Verbandszentrale in München.

Die bayerischen Metallarbeitgeber wollen mit dem Wappentier und dem Motto in der Tarifrunde über ihre Positionen aufklären. Und die liegen weit von dem entfernt, was die IG Metall fordert.

Sechs Prozent höhere Einkommen bezeichnet Hauptgeschäftsführer Betram Brossardt als verantwortungslos. Und ein Recht der Belegschaft auf zeitweilig bis zu 7 Stunden kürzere Arbeitszeiten in der Woche mit einem Teillohnausgleich für bestimmte Gruppen sei realitätsfern.

"Hohe Entgeltforderung plus Arbeitszeitverkürzung verteuert die Arbeit, verschärft den Fachkräftemangel, schwächt die Wettbewerbsfähigkeit und nimmt die Luft für notwendige Investitionen."

Bertram Brossardt

IG Metall: Nicht übertreiben

Die Antwort der Gewerkschaft schon vor dem morgigen ersten Treffen am Verhandlungstisch: Die Metallarbeitgeber sollten weder übertreiben, noch abdrehen und sich dem Ruf der Beschäftigten nach eigenbestimmter Flexibilität nicht verschließen.


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