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Aigner in Teheran Bayerische Gesundheits-Technologie für den Iran

Überraschung beim Besuch von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) in Teheran: Bayern soll ein neues Krankenhaus im Iran bauen und auch das Management übernehmen. Das dürfte vor allem Siemens freuen.

Von: Margit Siller

Stand: 03.11.2015

Davon stand nichts in den Unterlagen der Ministerin, als Ilse Aigner mit einem Teil ihrer Delegation im Gesundheitsministerium in Teheran empfangen wurde: Die Bayern sollen ein neues Krankenhaus im Iran bauen und auch das Management übernehmen. Es gibt im Freistaat einige Mittelständler, die sich auf solche Projekte spezialisiert haben. Beim Wunsch nach Technologietransfer denkt die Regierung in Teheran natürlich in erster Linie an Siemens. Vorstandsmitglied Siegfried Russwurm erläutert die Richtung, in die es gehen soll:

"Krankenhäuser auch in die Fläche, und für solche Anforderungen: einige wenige Universitätskrankenhäuser mit hoher Kompetenz, denen technologisch gar nichts fehlt, die Ärzte dort international ausgebildet sind, aber auch viele Satelliten-Krankenhäuser, die man dann durch Telemedizin und digitale Methoden miteinander verbinden kann. Das ist genau das, was dieses Land braucht, und was man auch sehr gut in diesem Land entwickeln kann. Und darauf wollen wir unsere Zusammenarbeit aufbauen."

Siemens-Vorstandsmitglied Siegfried Russwurm


Im Iran ist der Gesundheitsminister traditionell ein Arzt. Deutsche Unternehmen, die vor Ort produzieren wollen, profitieren von Steuer- und Zollvorteilen. Besonders interessiert ist das Land an Impfstoffen. Die werden auch in Bayern hergestellt.

Ein Autohändler in Teheran (Iran) - au fdem dreistöckigen Gebäude sind Logo von den Luxus-Marken Lexus, Mercedes, BMW, Maserati und Porsche.  | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Aigner mit Delegation im Iran Bayerns Wirtschaft hofft auf gute Geschäfte

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner reist heute mit einer 100-köpfigen Delegation nach Teheran. Die Unternehmen wollen ihre Beziehungen zum Iran intensivieren, da die Sanktionen schrittweise aufgehoben werden sollen. Von Margit Siller [mehr]

Wegen der internationalen Sanktionen war der Iran viele Jahre lang wirtschaftlich isoliert. Doch für den humanitären Bereich – also das Gesundheitswesen – galt das nicht. Deshalb konnte die Siemens-Medizintechnik ihre Geschäftsbeziehungen aufrechterhalten.

Außerdem profitiert der Münchener Konzern nun auch von der iranischen Gesundheitsreform. In dem Land leben 80 Millionen Menschen; davon wurden in den letzten Jahren 10 Millionen zusätzlich krankenversichert. Das bedeutet auch mehr Kliniken und Krankenhäuser

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