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Sachsen-Anhalt AfD-Fraktionschef Poggenburg sucht Schulterschluss mit Pegida

Der Afd-Landes- und Fraktionschef von Sachsen-Anhalt André Poggenburg möchte die Distanzierung der AfD von der Pegida aufheben. In der Distanzierung zur Pegida sieht er das "missliche Erbe" von Frauke Petry. Er wisse keine Grundauffassung der Pegida, die für die AfD nicht akzeptabel sein sollte.

Stand: 14.02.2018

Der Fraktionsvorsitzende der AfD in Sachsen-Anhalt, Andre Poggenburg, spricht am 24.09.2017 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) während der Bundestagswahlkampf-Feier der AfD. Foto: Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB | Bild: picture-alliance/dpa/Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB

Sachsen-Anhalts AfD-Landes- und Fraktionschef André Poggenburg sucht den Schulterschluss mit der islamfeindlichen Dresdner Pegida-Bewegung.

Als Redner bei Pegida auftreten

Mit Rückendeckung der Landesvorstände der AfD und der Jungen Alternative Sachsen-Anhalt fordere er den AfD-Konvent (kleiner Parteitag) auf, einen Beschluss aufzuheben, wonach AfD-Mitglieder nicht als Redner bei Pegida Dresden auftreten dürfen, erklärte Poggenburg am Mittwoch in Magdeburg.

Das "missliche Erbe" von Frauke Petry

"Die Distanzierung von Pegida ist das missliche Erbe unserer ehemaligen Bundesvorsitzenden, von dem wir uns endlich befreien müssen." Unter Frauke Petry hatte der Bundesvorstand 2016 einen Abgrenzungsbeschluss gefasst und eine Zusammenarbeit mit Pegida abgelehnt.

Normales Verhältnis zwischen AfD und Pegida

Zuvor hatte die "Welt" über Poggenburgs Antrag für den nächsten Konvent im März berichtet. Poggenburg sagte der "Welt": "Bei den Bürgern in Ostdeutschland stößt der Unvereinbarkeitsbeschluss ohnehin schon seit langem auf Unverständnis, und alle haben nur darauf gewartet, dass sich das Verhältnis zwischen AfD und Pegida endlich normalisiert." Weiter sagte er: "Ich wüsste auch nicht, welche Grundauffassung von Pegida für die AfD nicht akzeptabel sein sollte."


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