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Ärzte ohne Grenzen Keine Einsätze mehr im Mittelmeer

Seit zwei Jahren durchquert die Nichtregierungsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" immer wieder das Mittelmeer mit dem Ziel, Migranten aus Seenot zu retten. Jetzt will die Organisation die Einsätze erst einmal aussetzen.

Von: Lisa Weiß

Stand: 13.08.2017

Einsatz im Mittelmeer | Bild: picture-alliance/dpa

Der Grund, so die NGO: Die Seenotrettungsleitstelle in Rom habe sie vor Sicherheitsrisiken gewarnt. Hintergrund seien Drohungen der libyschen Küstenwache gegen Schiffe humanitärer Organisationen. Libyen plant Berichten zufolge, eine Zone in internationalen Gewässern vor der Küste Libyens einzurichten, in die NGOs nur noch mit Sondererlaubnis dürfen. Sollte das geschehen, befürchtet "Ärzte ohne Grenzen", dass in Zukunft noch mehr Menschen im Meer sterben oder nach Libyen in menschenunwürdige Bedingungen zurückgebracht werden würden.

Einsätze in Zukunft an Bord anderer NGOs

"Ärzte ohne Grenzen" kritisiert in diesem Zusammenhang auch die italienische Regierung, die die libysche Küstenwache unter anderem mit Schiffen unterstützt. Ganz aus der Seenotrettung zurückziehen will sich die Organisation aber nicht: Ein Team von "Ärzte ohne Grenzen" soll weiterhin an Bord eines Schiffes einer anderen NGO bleiben.

"Sea Eye" zieht nach

Nach "Ärzte ohne Grenzen" hat auch die Regensburger Organisation "Sea Eye" erklärt, vorerst keine Rettungseinsätze mehr im westlichen Mittelmeer zu fahren.

"Eine Fortsetzung unserer Rettungsarbeiten ist unter diesen Umständen aktuell nicht möglich. Wir können dies auch gegenüber unseren Crews nicht mehr verantworten."

Michael Buschheuer, Gründer von Sea Eye


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konstanze, Sonntag, 13.August, 10:56 Uhr

5. die verantwortung der spendengeber

sie wissen: dass in erster linie junge männer aus schwarzafrika kommen, dass 96 % von ihnen nur ein besseres leben wollen, dass die wenigen frauen auf dem weg mehrfach vergewaltigt werden, dass der übergroße teil die identität verschleiert, dass die wenigsten eine gute bildung haben. sie wissen das und haben sich entschlossen, diese illegale zuwanderung durch ihre spende möglich zu machen. sie haben damit verantwortung für diese menschen übernommen ! also, gehen sie in eine migrantenunterkünft und holen sie ein oder zwei migranten zu sich nach hause, versorgen Sie sie und erklären sie ihnen, dass sie hier nie eine frau haben werden, die wenigsten von ihneen ein haus oder ein auto durch eigene arbeit erwerben können und wenn sie dann noch zeit haben, setzen sie sich vor einer weltkarte und schauen sie, was für arbeit noch vor ihnen liegt. (warum nur werden nicht die 4 % richtigen flüchtlinge auf ordentlichem weg hier her geholt ?)

Besorgte Leserin, Sonntag, 13.August, 10:49 Uhr

4. Menschen vor Ertrinken retten ist gut, aber danach alle nach Italien zu bringen

Menschen vor dem Ertrinken retten ist gut, aber danach alle nach Italien zu bringen ist falsch. Wenn dann die Geretteten aus Italien mit ihren Smartphones melden, dass es wunderbar geklappt hat, dann werden sich auch die weniger Mutigen auf die seeuntauglichen Boote begeben, die muß man dann auch noch retten, bis die ganze EU unter der sozialen Last zusammenbricht. Bekommen die Retter von den Schleppern eine Provision oder wenigstens den verbrauchten Diesel bezahlt?

H.E., Sonntag, 13.August, 08:10 Uhr

3. So geht es nicht wie seither!

Ärzte ohne Grenzen sind nicht dazu da, Schleusern in die Hände zu spielen, sondern in Entwicklungsländern und bei Katastrophen (Erdbeben etc) .medizinisch zu helfen. Nicht mehr und nicht weniger.
Man muß sich schon überlegen, ob man Ärzte ohne Grenzen aufgrund ihres Verhaltens im Mittelmeer noch unterstützen soll.

  • Antwort von Kathy, Sonntag, 13.August, 09:08 Uhr

    Arzte sollte den Frauen und Kinder helfen, die können nicht fliehen. Junge Männer zu retten ist falsch.
    Sie sollten Aufklärung betreiben, damit die Gebährfabriken aufhören. Diese Überbevölkerung ist eine der Ursachen der Not !!!

  • Antwort von Leonia, Sonntag, 13.August, 09:38 Uhr

    Welch menschenverachtende Rhetorik!

  • Antwort von Dr.med. Sprachlos, Sonntag, 13.August, 09:42 Uhr

    Den Ärzten - ohne Grenzen - bin ich dankbar, dass es sie gibt.
    Macht weiter so !

  • Antwort von winfried, Sonntag, 13.August, 10:43 Uhr

    @Kathy ... >> Diese Überbevölkerung ist eine der Ursachen der Not !!! << ... Dieser Ihrer Ansicht stimme ich als mittel- bzw. langfristigen
    Hauptansatz bei der "Entwicklungshilfe" zu. Aktuell ist mM nach Nothilfe vor Ort angesagt, "begleitet" von gescheiterten und meist um
    mehrere tausend Dollar ärmere Rückkehrer. "Rückkehrer" sind am authentischsten.

  • Antwort von Anton S., Sonntag, 13.August, 11:00 Uhr

    Die Ärzte ohne Grenzen bringen uns mit solchen zweifelhaften Aktivitäten nur Probleme, Kosten, Kriminalität und sogar Terror in die EU.
    Nach der Rettung fahren die Retter mit den Geretteten immer in die falsche Richtung. Diese Aktivitäten locken weitere Flüchtlinge aufs Meeer. Jeder rechnet schon mit seiner Rettung unweit der Küste und riskiert noch viel mehr als ohne die Retter. Die Retter retten und locken damit gleichzeitig andere in den sicheren Tod. Ist das nicht verrückt einige retten und andere in die Gefahr locken?

  • Antwort von Leo Bronstein, Sonntag, 13.August, 11:58 Uhr

    @ Leonia
    Welch menschenverachtende Rhetorik!

    .
    Menschenverachtende Rhetorik, wenn gefordert wird, dass Ärzte ohne Grenzen in Entwicklungsländern und bei Katastrophen helfen und sich um Familienplanung kümmern sollten?
    Eigenartiges Verständnis vom Begriff menschenverachtend.

alex, Samstag, 12.August, 22:54 Uhr

2. NGO

Seenotrettung pervertiert hier letztlich zu Menschenhandel in gigantischem Ausmass. Das wird aufhören, müssen. Die Sogwirkung muss unterbrochen werden, da dieser illegale Transport die Ursache für viele Tote ist, u. keinerlei Lösung des Problems für Afrika u. für Europa darstellt.

konstanze, Samstag, 12.August, 20:16 Uhr

1. schlepper

was unterscheidet den 1. schlepper in afrika vom 2. schlepper in libyen und im libyschen gewässer vom 3. schlepper im libyschen und italienischem gewässer vom 4. schlepper in italien ? nichts !!! also alle hart bestrafen, auch die hintermänner, egal wer es ist.

  • Antwort von Dr.med. Sprachlos, Samstag, 12.August, 21:45 Uhr

    Sie vergleichen die Ärzte ohne Grenzen tatsächlich mit den kriminellen Schleppern ?
    So etwas macht mich sprachlos.
    Da kann man sich nur noch fremdschämen !

  • Antwort von winfried, Sonntag, 13.August, 08:32 Uhr

    @Dr.med. Sprachlos ... Ja, Sie haben recht mit Ihrer Ansicht. Und dennoch,"konstanze" formuliert zwar überpointiert und "vereinfachend",
    jedoch so ganz unrecht hat sie mM nach nicht. ... Warum ?! ... Schiffe, die "Flüchtlinge" ins oft hunderte Kilometer entfernte Italien bringen,
    stehen für die unmittelbare Rettung aus Seenot nicht zur Verfügung. ... Ich bin einer der "Schufte" die "Böses" dabei denken.

  • Antwort von Leonia, Sonntag, 13.August, 09:41 Uhr

    Und das nennt sich dann christliches Abendland?

  • Antwort von konstanze, Sonntag, 13.August, 11:15 Uhr

    haben sie schon einmal darüber nachgedacht, dass es schlepper 1, 2 und 4 ohne schlepper 3 gar nicht geben würde und somit viel leid auch nicht !

  • Antwort von Nostrodamus , Sonntag, 13.August, 11:24 Uhr

    @ Dr.med. Sprachlos
    Bleiben Sie bitte sprachlos, das ist besser. Schluß mit der Moralpredigt, es geht ums Überleben der EU, der Sozialsysteme, der Krankenversicherung, der Staatsfinanzen, der europäischen Kultur, des Christentums, der Natur, der öffentlichen Ordnung.

  • Antwort von Kritikerin, Sonntag, 13.August, 11:29 Uhr

    @Leonia
    Aus christlichem Abendland wird islamistisches Morgenland mit Chaos, Armut, Kriminalität und Terror.
    Alles wird gegen die Wand gefahren und einige Gutmenschen und Sozialromantiker klatschen noch.

  • Antwort von Leo Bronstein, Sonntag, 13.August, 12:09 Uhr

    @ (diesmal unter dem Namen) Dr.med. Sprachlos
    >Sie vergleichen die Ärzte ohne Grenzen tatsächlich mit den kriminellen Schleppern ? So etwas macht mich sprachlos. Da kann man sich nur noch fremdschämen !<

    Geht es Ärzte ohne Grenzen darum, die bei Flaute und ruhiger See in Seenot geratenen Migranten in Sicherheit zu bringen, oder um einige hunderte Kilometer näher dem Wunschland zu bringen?
    Wohl eher darum, die Migranten in Richtung Wunschkontinent zu bringen, als Sie auf schnellsten Weg wieder festen Boden unter deren Füßen zu bescheren.

    .
    @ Leonia
    >Und das nennt sich dann christliches Abendland?<

    Natürlich.
    Weil christlich auch die Rettung zum nächsten Festland, in dem Fall Afrika, bedeuten würde.

  • Antwort von Wolfgang, Montag, 14.August, 13:40 Uhr

    @ Dr. med Sprachlos, der verglich passt nicht ganz, aber im prinzip ähnlich:

    Auf dem Mttelmeer erkranken und von den "Ärzten ohne Grenzen" generiert einen enormen Krankheitsgewinn, nämlich Transfer nach Europa.

    Ähnlich wird vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Seenot belohnt, restliche Seereise nach Europa.

    Wenn das Ergebnis von seemänischer oder medizinischer Lebensrettung sofortiger Rücktransport nach Afrika wäre, dann würde kaum jemand die Überfahrt so antreten oder sich gar freiwillig in "Seenot" bringen.

    Rücktransport nach Afrika wäre auch seerechtlich legitim, anlaufen eines naheglegenen geeigneten Landeplatz. ( Bei entsprechenden Wettebedingungen auch mit Landungsbooten ein Strand. )

    Seihe die türkische Ausflugsboote die mit dem Bug zum Strand sehr dicht kommen und eine gangway zum Strand setzen.