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ADAC-Studie Taxibranche ist besser als ihr Ruf

Dreckig, teuer, unverschämt. Die Taxibranche muss mit vielen Vorurteilen kämpfen. Der ADAC wollte es genauer wissen und hat in mehreren Städten in Deutschland die Angebote getestet.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 03.04.2017

Taxi-Schild / Symbolbild | Bild: picture-alliance/dpa/SPA

Das Taxigewerbe ist besser als sein Ruf. Zu diesem Ergebnis kommt der ADAC. Der Automobilclub hat untersucht, wie sauber und verkehrssicher Taxis sind, wie optimal die Routenführung und qualifiziert die Fahrer. Die meisten getesteten Fahrer bekamen gute bis sehr gute Noten. Gerade mal zehn Prozent fielen negativ auf.

Kartenzahlung oft unerwünscht

Die Tester waren auf jeweils fünf Routen im Stadtgebiet unterwegs, unter anderem in Berlin, Düsseldorf Leipzig. Frankfurt am Main, Stuttgart und München. Die größten Umwege leisteten sich zwei Fahrer in Düsseldorf und einer in München. In Leipzig verweigerte ein Fahrer die Beförderung auf der Kurzstrecke, das ist eigentlich verboten. Negativ bewertet wurde auch, dass bei fast zwölf Prozent eine Zahlung mit EC- oder Kreditkarte abgelehnt wurde.

160 Fahrten in acht Städten

Fast ein Viertel der Fahrer kannte zudem das Ziel nicht auf Anhieb, wie die Studie ergab. Insgesamt führten die Tester 160 Fahrten in acht Städten durch. Und auch wenn der Test insofern nur eine Stichprobe ist und nicht repräsentativ, so kommt der ADAC doch zum Ergebnis, dass Taxifahren in Deutschland verlässlich ist.

Der Automobilclub fordert deshalb: Wer das Personenbeförderungsrecht an neue Geschäftsmodelle wie Uber anpassen wolle, müsse garantieren, dass Qualifikation der Fahrer, die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge und transparente Informationen zu Preisen auch weiterhin gelten.


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