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Abgasmanipulationen Französische Antibetrugsbehörde entlastet Opel

Untersuchungen der französischen Behörden haben keine Anhaltspunkte für Abgasmanipulationen bei Opel ergeben. Das teilte das Wirtschaftsministerium in Paris heute mit.

Von: Wilfried Lorenz

Stand: 20.03.2017

Wolken schweben über einem Firmenlogo am Stammsitz von Opel  | Bild: picture-alliance/dpa/Frank Rumpenhorst

Opel kann aufatmen. Die dem französischen Wirtschaftsministerium untergeordnete Behörde für Wettbewerb, Verbraucher und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) hat keine Hinweise auf Betrug bei dem deutschen Autobauer gefunden. Im Zuge des Diesel-Skandals bei VW hatte eine Expertenkommission Abgastests bei zahlreichen Autos vorgenommen.

Grenzwerte überschritten

Bei vielen Fahrzeugen wurde eine deutliche Überschreitung der zulässigen Grenzwerte festgestellt. Betroffen davon sind Renault, PSA Peugeot Citroen, Volkswagen und Fiat-Chrysler. Die Antibetrugsbehörde hat daraufhin die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Der Verdacht von Abgasmanipulationen bei Stickoxid-Emissionen von Opel-Fahrzeugen bestätigte sich dagegen nicht.

Opel ist aus dem Schneider

Opel ist damit die erste Autofirma, bei dem die Behörde keine Vorwürfe erhebt, während die Ermittlungen gegen andere Unternehmen weitergehen, wie das französische Wirtschaftsministerium betonte. Die Untersuchungen beruhten auf Tests sowie Dokumenten, die Opel übermittelt hatte. Für Opel sei der Fall damit abgeschlossen, so das französische Wirtschaftsministerium.

Verkauf von Opel an Peugeot

Die Logos des französischen Automobilherstellers Peugeot und des deutschen Automobilherstellers Opel  | Bild: Reuters (RNSP) zum Video mit Informationen Opel-Verkauf Zukunft für die Marke mit dem Blitz?

Peugeot will Opel in drei Jahren wieder konkurrenzfähig machen. Das haben General Motors und der französische Konzert PSA in einer gemeisnamen Erklärung mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und den Regierungschefs von Rheinland Pfalz, Hessen und Thüringen bekannt gegeben. Von Wilfried Lorenz und Ulrich Möller-Arnsberg [mehr]

Der zum US-Konzern General Motors (GM) gehörende Hersteller aus dem hessischen Rüsselsheim hatte erst unlängst für Schlagzeilen gesorgt, als der Verkauf von Opel an den französischen Konzern PSA mit den Marken Peugeot und Citroen beschlossen wurde. Mit der Übernahme von Opel würde der französische Konzern in Europa zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten von Volkswagen aufsteigen. Für die Übernahme von Opel zahlt Peugeot-Citroen einen Kaufpreis von 1,3 Milliarden Euro.


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