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Auch Produktionsausfälle 25.000 Metaller an Warnstreiks in Bayern beteiligt

Fast 25.000 Beschäftige haben sich heute in Bayern an den von der IG Metall ausgerufenen Warnstreiks beteiligt. Seit Beginn der befristeten Arbeitsniederlegungen am Montag seien es bayernweit mehr als 80.000 Menschen gewesen, meldete die IG Metall.

Von: Michael Kiesslich

Stand: 12.01.2018

Teilnehmer einer Kundgebung der Gewerkschaft IG Metall demonstrieren am 11.01.2018 in Nürnberg (Bayern) während eines Warnstreiks in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie für sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für Beschäftigte, die Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen. Foto: Daniel Karmann/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Der Schwerpunkt der heutigen Aktionen lag und liegt bei den Autobauern. Es kam laut Gewerkschaft auch zu Produktionsausfällen.

Bereits in der Nacht auf Freitag traten 4.000 Beschäftigte der Spätschicht bei Audi in Ingolstadt für zwei Stunden in den Warnstreik. Bei BMW in Regensburg haben sich 2.800 Beschäftigte der Frühschicht an der Aktion beteiligt, bei BMW in Landshut 1.050. Am Abend folgen noch die Spätschichten bei BMW in Dingolfing.

Großer regionaler Schwerpunkt ist heute das Allgäu. Dort beteiligten sich rund 5.000 Beschäftigte in neun Betrieben an den Warnstreiks. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, erklärte:

"Wir haben jetzt schon mal ordentlich Druck auf die Arbeitgeber erzeugt. Aber wir haben noch mehr im Köcher. Die Arbeitgeber haben nun in der dritten Verhandlung die Chance, sich für unsere Forderungen zu öffnen."

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Bayern

Weitere Warnstreiks geplant

Am morgigen Samstag soll es bei Elring im mittelfränkischen Langenzenn zu befristeten Arbeitsniederlegungen kommen. Am Montag sind laut IG Metall in 14 Betrieben in Schwaben, Niederbayern, Unterfranken und der Oberpfalz weitere Warnstreiks geplant.


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