Krise in Kronach Loewe verdreifacht Verlust
Der Kronacher Fernsehgerätehersteller Loewe hat im vergangenen Geschäftsjahr nach eigenen Angaben 29 Millionen Euro Verlust gemacht. Paradox: Grund soll der Stellenabbau sein, durch den das Unternehmen eigentlich sparen will.
Im vergangenen Dezember war bei Loewe noch mit einem Minus von rund 20 Millionen Euro gerechnet worden. Bereits 2011 lag der Verlust bei 10,5 Millionen Euro. Der Grund für die schlechten Zahlen seien Rückstellungen für den inzwischen eingeleiteten Personalabbau, teilte das Unternehmen am Montag (28.01.13) mit. Diese seien noch in den Jahresabschluss 2012 eingeflossen.
Aktie unter Druck
Mathias Harsch
Mathias Harsch wird Nachfolger des erst seit 2010 amtierenden Vorstandsvorsitzenden Oliver Seidl, der Ende März ausscheidet. Harsch war bislang Geschäftsführer beim baden-württembergischen Waagenhersteller Bizerba und soll Loewe strategisch neu ausrichten. Das Unternehmen hatte bereits im November 2012 den Chefwechsel angekündigt.
Das entlaste wiederum das laufende Geschäftsjahr 2013, wird der designierte neue Vorstandsvorsitzende Mathias Harsch zitiert. So will Loewe im laufenden Jahr wieder ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erwirtschaften. In den vergangenen zwölf Monaten brach der Umsatz nach den vorläufigen Zahlen um rund neun Prozent auf 250 Millionen Euro ein.
Loewe: Transfergesellschaft geplant
Der traditionsreiche Hersteller von hochwertigen Fernsehgeräten leidet seit Jahren am Preisverfall im Markt für Flachbildschirme. Um die Kosten zu drücken, will Loewe zügig Arbeitsplätze abbauen. Die Unternehmensführung führe bereits konstruktive Gespräche mit dem Betriebsrat und der IG Metall, teilte die AG weiter mit. Abgeschlossen sind die Verhandlungen allerdings noch nicht. Trotzdem sei beabsichtigt, den Personalabbau im ersten Quartal 2013 abzuschließen. Um die Kürzungen möglichst sozialverträglich zu gestalten, plant Loewe die Gründung einer Transfergesellschaft.
Bis zu 250 Jobs betroffen?
Die Geschäftsleitung des in Schieflage geratenen Unternehmens hatte Mitte Dezember angekündigt, 190 Mitarbeiter entlassen zu wollen. Tatsächlich befürchtet die IG Metall aber, dass zusätzlich auch noch eine viele Teilzeitkräfte entlassen werden soll. Die Spekulationen reichen bis zu insgesamt 250 Mitarbeitern, das wäre ein Viertel der gesamten Belegschaft.
Stillschweigen vereinbart
Während der Verhandlungen um den Stellenabbau sei Stillschweigen gegenüber den Medien vereinbart worden, sagte Jürgen Apfel von der IG Metall dem Bayerischen Rundfunk. Loewe-Sprecher Roland Raithel hatte im Dezember gesagt, nur wenige Stellenstreichungen könnten durch Altersfluktuation abgefangen werden. Die Personalzahl müsse "den niedrigeren Absatz- und Produktionsvolumen angepasst" werden. Nur so sei Loewe wieder profitabel zu machen. Die Gewerkschaft hatte sich für ein ähnliches Verfahren wie bei der Loewe-Krise 2004 ausgesprochen. Damals verzichteten die Mitarbeiter auf Lohn- und Gehaltsanteile. Diese bekamen sie mit Zinsen wieder zurück, als es Loewe wieder besser ging. Loewe-Geschäftsleitung, IG Metall und der Betriebsrat haben bis Anfang Februar mehrere Gesprächstermine vereinbart.
Bürgermeister bedauert Stellenabbau
Er bedaure diese Entwicklung, sagte Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein dem Bayerischen Rundfunk. Er habe aber Verständnis, dass Loewe versuchen muss, wieder wettbewerbsfähig zu werden. Wichtig sei, dass der Standort erhalten bleibe, wenn auch mit vielleicht nur noch 750 Mitarbeitern. Loewe sei wichtig für Kronach. Da es bei anderen Unternehmen in der Region derzeit wirtschaftlich sehr gut laufe, hofft der Bürgermeister, dass zumindest ein Teil der Entlassenen schnell wieder einen neuen Arbeitsplatz finden wird.

Wetter

Marianne Lisse, Donnerstag, 14.März, 17:01 Uhr
23. Löwe muss bleiben
Wir besitzen einen Löwe Fernseher seit Januar 2012. Das ist Fernsehen der Oberklasse.
Eine tolle Fernbedienung, edel und einfach in der Bedienung. Der intrigierte Festplatten-speicher kann eine goße Menge an Sendungen speichern. Die aufgezeichneten Sendungen sind "kinderleicht" abzurufen und werden optisch sehr schön angezeigt. Begeistert bin ich immer wieder beim Anschalten und Ausschalten durch den "Vorhang", der sich öffnet oder schließt. Das Designe sehr ansprechend, das Fernsehbild glasklar.
Die Naturaufnahme kommen einfach wunderbar rüber und und... Für meine Familie steht fest, dass wir nur noch Fernseher von Löwe kaufen. Der zu zahlende Preis, ist mehr als gerechtfertigt. Deswegen drücken wir die Daumen, dass Löwe am Markt bleibt. Die anderen Marken sind auch nicht schlecht, aber Löwe ist für uns "Weltmarktspitze".
Highender, Sonntag, 10.März, 21:55 Uhr
22. Loewe - Situation
Werte Loewe - Freunde
Ich habe mir - rein interessehalber - die Stellungnahmen, etc. durchgelesen und bin als "einfacher Konsument" etwas erstaunt darüber, dass der Stellenwert von Loewe allgemein unterschätzt wird. - Bis auf ein paar Ausnahmen.
Bei uns im Landkreis Starnberg ließen sich bestimmt wesentlich mehr Loewe - Geräte verkaufen, als dies der Fall ist. Mein "Einblick" in die Haushalte hier ist kaum zu toppen.
- Für mich ist es selbstverständlich, dass mein Homeentertainment "Made in Germany" ist.
Schon in der 50er Jahren war unser Radiogerät ein "Loewe Opta". -
Meine Meinung: Loewe ist durchaus konkurenzfähig und "Made in Germany" ist nach wie vor ein Aushängeschild für Qualität. - In Japan weiß man das. Ich habe es desöfteren mit eigenen Augen gesehen. Dort ist man stolz einen Gegenstand "Made in Germany" zu besitzen. Qualität hat seinen Preis und zahlt sich auch aus. - Das weiß man hier und auch anderswo.
Das Problem ist also die Vermarktung!
FCB FAN, Montag, 04.März, 15:31 Uhr
21. Loewe
Leute ich bitte euch. Seid doch vernünftig.
Es braucht in einem erfolgreichen Unternehmen sehr gute Angestellte(Entwicklung, Marketing, Einkauf,Vertrieb etc.) und genauso
braucht es Menschen die das Produkt in diesem Fall ein Premiumprodukt mit ihren Händen und einigen technischen Hilfsmitteln herstellen.
Die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter an den Produktionslinien sind in der Firma Loewe recht gut. Es gibt natürlich wie überall Verbesserungsmöglichkeiten. Das ist aber immer eine Frage des Geldes und der Einstellung der Vorgesetzten.
Die Entlohnung des Arbeiters ist ziemlich gut. Unter den gegebenen Umständen
allerdings ist es für den Arbeiter sehr schwierig seine berufliche und private Zukunft
zu planen.
Auch die Angestellten schlafen nicht in ihren büros soviel steht fest. Allerdings gibt es wie in jedem Unternehmen auch einige faule Äpfel.
Einige wenige der Angestellten sind sich ihrer Verantwortung nicht richtig bewusst.
Nur wenn der Angestellte z.B. im Qualitätsmanagement seine Arbeit gut macht kann auch am Ende in der Fertigung ein Produkt enstehen das den Namen Loewe verdient.
Das es solche Angestellten gibt ist leider ein Fakt. Solche sind allerdings die Ausnahme.
Andererseits ist es mir nicht verständlich wie man es sich erlauben kann ein Urteil zu fällen über den Tätigkeitsbereich einiger Angestellter in den man selber gar keinen Einblick hat.
Man sollte sich mal fragen warum man in so einer Situation ist. Ganz einfach.
Man sieht meist meist nur seine Arbeitswelt und nicht die der anderen Kollegen. Das ist in vielen Unternehmen leider so.
Man muss in so einer schwierigen Lage viel mehr zwischen den Abteilungen kommunizieren damit der eine die Probleme des anderen kennt und somit Kompromisse gemacht werden können bzw. diese Probleme egal welcher Art aus dem Weg geschafft werden können.
Das letzte was diesen Unternehmen jetzt braucht ist das sich Arbeiter und Angestellte
zerfleischen.
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