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Sommerschlaf und Winterschlaf Tarnen, wärmen, schlafen

Bei großer Hitze fallen Weinbergschnecke, Schlange, Krokodil und Frosch in eine "Sommerruhe" - ähnlich dem Winterschlaf.

Von: Olga-Louise Dommel, Kilian Leypold, Anja Mösing, Silke Schmidt-Thrö, Bernhard Schulz, Simone Wichert

Stand: 01.09.2017

Im Schneckentempo, aber auf direkten Weg über das Gehäuse der großen Weinbergschnecke, kriecht diese Hainbänderschnecke, während ihre Artgenossin links schon in Starposition geht, um vorbeizuziehen. | Bild: picture-alliance/dpa

Nicht alle Tiere, die im Winter schlafen, halten Winterschlaf. Aber was ist der Unterschied? Das klären wir hier!

Sommerschlaf - Schlafen, weil es zu heiß ist

Sommerschläferin: die Weinbergschnecke.

So wie es Winterschläfer gibt, die sich vor der Kälte durch Schlaf schützen, gibt es auch Sommerschläfer. Die fallen dann in den Schlaf, wenn es heiß ist und zugleich sehr trocken. Das ist vor allem in tropischen Gegenden der Fall und in der Wüste. Wenn es also lange nicht geregnet hat und die Hitze zu stark wird, gibt es Tiere, die sich in die kühle Erde zurückziehen und auf bessere Zeiten warten.

Das sind vor allem Reptilien wie Schlangen, Schildkröten und Echsen. Die buddeln sich in den Sand oder kriechen in Höhlen. Aber jetzt hat man herausgefunden, das sogar der Maki, ein kleiner Affe (ein Säugetier wie wir), wenn's ihm zu heiß wird, einen Sommerschlaf hält. Und selbst bei uns in Deutschland gibt es einen Sommerschläfer: die Weinbergschnecke.

Winterschlaf

Winterschläfer: der Igel.

Echte Winterschläfer wie Murmeltiere, Fledermäuse, Igel, Siebenschläfer oder Hamster verschlafen einfach die kalte Jahreszeit an frostgeschützten Plätzen, zum Beispiel in Höhlen oder Baumhöhlen. Dafür haben sie im Herbst viel gefressen und sich ein Fettpolster zugelegt. Im Winter müssen sie sehr sparsam damit umgehen, weil es unter Umständen für mehrere Monate reichen muß.

Winterschläfer senken deswegen ihre Körpertemperatur bis auf wenige Grad ab und setzen alle Lebensfunktionen auf Sparflamme: Ihr Herz schlägt nicht mehr so oft und sie atmen auch nur noch ganz selten, manchmal sogar minutenlang nicht. Sollte es allerdings sehr kalt werden, können sie mit Energie aus ihrem Fettpolster ihre Körpertemperatur konstant über null Grad halten.

Aufwachen bedeutet immer Aufwärmen und kostet viel Energie, deshalb sollte man Winterschläfer nicht stören.

Winterruhe

Winterruher: das Eichhörnchen.

Eichhörnchen, Dachs, Waschbär und Braunbär halten Winterruhe. Dabei wird die Körpertemperatur nicht abgesenkt und die Schlafphasen sind auch viel kürzer als bei einem Tier im Winterschlaf. Die Tiere wachen öfter auf, manchmal schon nach wenigen Tagen, manchmal auch erst nach ein bis zwei Wochen. Sie wechseln dann die Schlafposition oder fressen etwas.

Zwar haben sich auch die Winterruher im Herbst schon ein Fettpolster angefressen, zusätzlich haben sich manche aber noch einen Futtervorrat angelegt. Eichhörnchen beispielsweise haben meist irgendwo Eicheln und Nüsse vergraben.


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