0

Pfadfinder Mehr als wandern, singen und zelten

Die Pfadfinder sind eine Gemeinschaft von Mädchen und Jungen, in der ganz besondere Regeln gelten: zum Beispiel, dass man freundlich zu allen Lebewesen sein soll, den Menschen, den Tieren und den Pflanzen.

Von: Michaela Bold und Veronika Baum

Stand: 11.09.2017

Wölfling Stefan aus Denklingen beim Pfadfinder-Aufgaben-Lösen. | Bild: BR/BR

Was macht man als Pfadfinder?

Stärkt die Gemeinschaft: Gemeinsames Singen am Lagerfeuer.

Die Pfadfinder sind eine Jugendbewegung, die der britische General Robert Baden-Powell im Jahr 1907 gegründet hat. Heute sind die Pfadfinder die größte Jugendbewegung der Welt: Ungefähr 41 Millionen Kinder und Jugendliche aus 216 Ländern gehören zu den "Pfadis". Jeder, der möchte, kann Pfadfinder werden, egal, welcher Religion oder Kultur er oder sie angehört. Seit 1910 gibt es nämlich auch Mädchengruppen. Bis heute fahren die Gruppen gemeinsam ins Zeltlager, entdecken die Natur und lernen, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen.

Von der Probe zur Kluft

Der Pfadfindergruß: Daumen und kleiner Finger berühren sich. Ein Zeichen, dass die Großen die Kleinen beschützen.

Wenn man richtig zu den Pfadfindern gehören will, dann muss man eine Reihe von kleinen Prüfungen machen, Proben nennt man das. Dafür muss man zum Beispiel Pflanzen in der Umgebung bestimmen oder erklären, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, Feuer zu machen. Auch über die Geschichte der Pfadfinder muss man Bescheid wissen. Hat man alle Proben bestanden, legen die Pfadfinder das Versprechen ab. Im "Versprechen" bekennen sie sich zu den Regeln der Pfadfinder und bekommen dann ein Halstuch überreicht, das anzeigt: Jetzt gehöre ich richtig dazu. Jede Pfadfindergruppe trägt übrigens ein anderes Halstuch. Dieses Halstuch trägt man dann zusammen mit der "Kluft". Das ist ein beigefarbenes Hemd mit Schulterklappen und Brusttaschen, auf das verschiedenen Abzeichen genäht sind.

Jeden Tag eine gute Tat

Bis heute ist das Motto der Pfadfinder: "Jeden Tag eine gute Tat". Für viele Pfadis ist auch die Erfahrung "Gemeinsam ist man stärker" besonders wichtig. Auch wenn die Kluft für uns heute ein bisschen wie eine Uniform von Soldaten aussieht, die Pfadfinder waren von Anfang an eine Friedensbewegung: Damit keiner erkennen konnte, welche Mitglieder arm und welche reich waren, trugen alle die gleiche Kleidung. Schön ist, dass die Gruppen oft von etwas älteren Jugendlichen geleitet werden, die ihre Begeisterung an die Jüngeren weitergeben. Die Gruppe der Jüngsten heißt „Wichtel“ oder „Wölflinge“. Dort treffen sich die Sechs- bis Elfjährigen.


0