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Computerschädlinge Viren, Würmer und Trojaner

Viren können nicht nur Menschen und Tiere befallen, sondern auch Computer. Wie das geht und was man dagegen tun kann, steht hier!

Von: Silke Schmidt-Thrö und Simone Wichert

Stand: 20.05.2017

Computervirus (Symbolbild) | Bild: picture-alliance/dpa

Ein Computervirus ist ein Programm, das sich auf einem Computer breit machen und jede Menge Schaden anrichten kann. Ist es erst einmal auf den Rechner gelangt, startet es sich von allein und kann Software, also alle Programme, und Betriebssystem verändern.

Der Virus hängt an einer Datei. Wenn man diese Datei von einem Speichermedium (also zum Beispiel von einem USB-Stick) oder direkt aus dem Internet auf den eigenen Computer überträgt, hat man sich den Virus gleich mit eingefangen. Manche Viren erreichen einen auch per E-Mail.

Wie bei echten Krankheiten gibt es große Unterschiede bei den Computerschädlingen. Wir stellen euch hier zwei vor:

Trojanische Pferde (auch: Trojaner)

Das sind Viren, die sich als hilfreiches Programm tarnen, aber kaum lädtst man sie auf den Computer, richten sie Schaden an: Sie können Passwörter und Ähnliches ausspähen, Daten kopieren oder den Benutzer immer wieder auf bestimmte Internetseiten umleiten.

Warum heißen diese Viren denn "Trojanische Pferde"?!

Der Begriff "Trojanisches Pferd" stammt aus der Griechischen Mythologie. Mit Hilfe eines riesigen Holzpferds gelang es den Griechen, den Trojanischen Krieg für sich zu entscheiden. Jahrelang hatten sie versucht, die Stadt Troja mit ihren dicken Stadtmauern einzunehmen, waren aber gescheitert. Mit einem Trick schafften sie es dann doch: Sie bauten ein großes Holzpferd, in dessen Bauch sich Krieger versteckten. Die Bewohner von Troja zogen das Holzpferd in ihre Stadt - und damit gelangten auch die Soldaten unbemerkt in die Stadtmauern. Nachts öffneten die griechischen Krieger dann ihren Landsleuten die Stadtore Trojas. Mit dem "Trojanischen Pferd" hatten sich also die Trojaner ihr eigenes Unglück in die Stadtmauern geholt ...

Würmer

Diese Computeschädlinge sind noch trickreicher als klassische Viren. Sie brauchen nur das Internet, um sich dann zum Beispiel über eine E-Mail oder auch beim Abspielen von Musik auszubreiten. Im Gegensatz zu normalen Viren brauchen sie nicht unbedingt den Benutzer, der eine Datei an jemand anderen weitergibt. Manchmal können sie sich sogar selbst mit einem E-Mail-Programm als E-Mail an von Freunde aus dem Adressbuch verschicken. Würmer sind deswegen inzwischen öfter im Netz unterwegs als Viren.

Was tun gegen Computerviren?

Am besten ist es, Viren kommen gar nicht erst auf den Rechner. Dazu braucht man ein Virenschutzprogramm, einen so genannten "Viren-Scanner". Solche Programme schauen nach, ob sich in Dateien, die auf den Computer kommen, Viren verstecken. Wenn verseuchte Dateien ankommen, schlägt das Programm Alarm. Viren-Scanner kann man kaufen oder im Internet downloaden. Es gibt gute kostenlose Viren-Scanner.

Wenn der Virus gefunden ist, wird er erstmal vom Antivirenprogramm in "Quarantäne" verschoben. So eine Station gibt es oft auch in einem Krankenhaus: Patienten mit gefährlichen Krankheiten sind dort alleine. Dann kann sich niemand mehr anstecken. Beim Computervirus dürfen eben keine anderen Programme rein. Damit der Virus dann auch wirklich weg ist, kann man ihn vom Viren-Scanner mit einem Knopfdruck löschen lassen.

Wichtig ist: Der Viren-Scanner muss sich immer wieder im Internet mit Informationen zu den neuesten Viren versorgen. Das macht das Programm meistens automatisch. Nur mit solchen "Updates" kann der Viren-Scanner alle Viren erkennen. Außerdem muss der Viren-Scanner auf dem Rechner laufen, bevor die Virenattacke kommt, also am besten bevor man mit dem Rechner das erste Mal ins Internet geht. Es ist ziemlich mühsam, einen Virus wieder los zu werden, wenn der Rechner erst mal "angesteckt" ist.

Auch die Programme, die man auf einem Rechner laufen lässt, sollten auf dem neuesten Stand sein. Bei veralteten Versionen finden Compuerschädlinge oft "offene Hintertürchen", über die sie auf den Rechner gelangen.


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