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radioMikro-Kinderbuch-Tipp Der Sommer, in dem alle durchdrehten (außer mir!) (Endre Lund Eriksen)

Der 13-jährige Arvid steckt in einer blöden Phase. Mama hat sich eben erst von Papa getrennt, also macht Arvid mit Papa und Hund Waldo Männerurlaub auf dem Campingplatz. Dort lernen sie ganz neue Leute kennen. Aber: Alles nervt.

Von: Bianca Taube

Stand: 29.11.2017

Buchcover: "Der Sommer, in dem alle durchdrehten" Endre und Eriksen | Bild: KOSMOS; BR; Montage: BR

Der 13-jährige Arvid steckt in einer blöden Phase. Mama hat sich eben erst von Papa getrennt, also macht Arvid mit Papa und Hund Waldo Männerurlaub auf dem Campingplatz. Dort lernen sie ganz neue Leute kennen. Aber: Alles nervt. Die verrückte Indiane nervt! Ihr schwuler Vater Roger nervt! Und Papa verhält sich immer seltsamer. Wieso nur ist der so super gut gelaunt, macht plötzlich Radtouren mit Roger (Papa hasst doch Fahrrad fahren!) und warum trägt er lauthals französische Gedichte vor? Ein Verdacht macht sich breit … hat sich Papa etwa in Roger verliebt?

"Ich habe Indiane erklärt, dass Papa NIEMALS schwul gewesen ist. Nicht jetzt, früher nicht, niemals. Aber Indiane behauptete, ihr Vater hätte einen Gaydar, so einen inneren Radar, der ihm sagte, wer schwul ist und wer nicht. Und bei Papa war er sich hundertprozentig sicher."

aus: Der Sommer, in den alle durchdrehten (außer mir)

Infos zum Buch:

Der Sommer, in dem alle durchdrehten (außer mir!)
Von Endre Lund Eriksen
KOSMOS Verlag
Ab zehn Jahren

Das alles schreibt Arvid auf dem Plumpsklo in sein geheimes Tagebuch. Eigentlich darf das keiner lesen – nur eben wir. Und so erfahren wir alle wirren und verrückten Gedanken von Arvid, der irgendwann so gar nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht.

So gefällt uns das Buch:

Es ist eine verrückte Geschichte! So frisch und echt – es fühlt sich an, als wäre man hautnah dabei. Es geht ums Sich-selbst-Finden, ums Schwulsein, Freundschaft und Liebe. Alles Dinge, die auch für Kinder ab zehn Jahren schon verdammt interessant sein können. Am liebsten würde man nach den 220 Seiten noch ganz viele weitere lesen wollen, denn der Urlaub und das Leben von Arvid, seinem Papa, Roger und Indiane scheint einfach überhaupt nicht langweilig zu werden.


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