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Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium München Wir erzählen interkulturelle Geschichten

Die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium erzählten in Zusammenarbeit mit der BR-Redaktion des Interkultur-Magazins "puzzle" Geschichten über Begegnungen verschiedener Kulturen.

Stand: 19.11.2015

P-Seminar 2015 | Bild: BR

Eigentlich schien es zu Beginn des P-Seminar-Schuljahres ganz einfach - das geplante Thema war "Rassismus". Doch im Laufe der Auseinandersetzung mit dem Thema stellten sich die Jugendlichen einige Fragen: Was genau ist eigentlich Rassismus? Wo fängt Rassismus an? Auf welchen Teilaspekt dieses großen Themenkomplexes konzentriert man sich im Rahmen des Seminars?
Beim Sammeln der Rechercheergebnisse kamen die Schülerinnen und Schüler schnell zu der Erkenntnis, dass Rassismus sehr oft mit Vorurteilen behaftet ist. Ganz besonders dann, wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen. Die Jugendlichen beschlossen, sich nicht nur abstrakt mit dem Thema zu befassen, sondern machten sich auf die Suche nach individellen Geschichten aus dem "echten Leben". Unterstützung bekamen sie dabei von BR-Coach und "puzzle"-Redakteurin Fatema Mian.

Das Ergebnis sind drei Videobeiträge, die zeigen, in welchen Situationen Menschen aus verschiedenen Kulturen mit Vorurteilen konfrontiert werden, wie Vorurteile überwunden werden können und wie interkulturelles Zusammenleben funktionieren kann.

Die Jugendlichen erzählen die Geschichte von Mohammed. Er musste sein Heimatland verlassen und ist bei der Suche nach Sicherheit und einem normalen, gewaltfreien Leben nach Deutschland gekommen. Hier lernt er gerade Deutsch, spielt unheimlich gerne Fußball und erzählt, mit welchen Herausforderungen er sich auseinandersetzen muss. Beispielsweise dann, wenn er daran denkt, wie weit seine Freunde und Familienmitglieder von ihm getrennt leben.

Auch Anthea, die Protagonistin des zweiten Beitrags, muss sich oft Vorurteile gefallen lassen. Ihre Eltern kommen ursprünglich aus Italien - fühlen sich aber mittlerweile wie echte Münchner. Sie erzählen, wie sie bis heute erfolgreich ein eigenes Restaurant als Familienunternehmen führen, welche Vorurteile ihnen über die italienische Kultur in Deutschland auffällt und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten sie zur Kultur in Deutschland feststellen können.


Eine stetige Begegnung unterschiedlicher Kulturen kann man im Kindergarten "Infanterix" beobachten. Hier spielen täglich Kinder aus unterschiedlichsten Herkunftsländern miteinander. Dieses Beispiel zeigt, wie einfach und unkompliziert verschiedene Kulturen vereint werden können.

"Die drei Gruppen haben, finde ich, erstaunlich schöne Filme geliefert. Und dafür haben sie vor allem sehr, sehr viel Zeit aufbringen müssen. Die Schüler haben Themen recherchiert, sie wieder verworfen oder ihnen sind die Protagonisten abgesprungen. Sie haben selbst gefilmt, ein Schnittkonzept erstellt und ihren Off-Text selbst geschrieben und gesprochen. Es steckt viel Arbeit, Mühe und Geduld in diesen drei so verschiedenen und tollen Filmen!"

Fatema Mian (BR-Coach)


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