Fürth siegt in Mainz Der erste Bundesliga-Dreier fürs Kleeblatt
Die Spielvereinigung Greuther Fürth ist in der Bundesliga angekommen. In Mainz blieben die Franken spielerisch zwar noch vieles schuldig. Dank einer läuferisch und kämpferisch überzeugenden Leistung feierten die "Kleeblättler" trotzdem einen 1:0-Sieg.
Das Aus im DFB-Pokal, die klare Auftaktpleite gegen den FC Bayern - wie würde Bundesliga-Neuling Fürth den enttäuschenden Saisonauftakt verarbeiten? Zumindest flüchteten sich die Franken nicht in die Defensive, mit dem offensiven Mittelfeldmann Sercan Sararer weit vorne und Djiby Fall bot Coach Mike Büskens quasi zwei Stürmer auf. Und so suchte das Kleeblatt erst einmal die Offensive.
Sararer wühlte sich am Mainzer Sechzehnmeterraum durch die Abwehr, der Ball kam zu Fall sieben Meter vor dem Tor. Doch der Senegalese verzog um Zentimeter. So nah wie nach zwölf Minuten war die Spielvereinigung ihrem ersten Bundesligatreffer noch nicht. Die Mainzer ihrerseits wollten sich aber bei weitem auch nicht auf Defensivarbeit beschränken. 14 Minuten waren gespielt, da kam Szalai im Kleeblatt-Strafraum an den Ball. Seinen Schuss aus spitzem Winkel parierte Fürth-Torwart Max Grün.
Kein Tor vor dem freien Tor
Fürths Offensivbemühungen ließen nach, prompt erarbeitete sich Mainz Chance um Chance. Choupo-Moting tauchte nach 21 Minuten per Steilpaß freigespielt allein vor dem Fürth-Tor auf, umkurvte Grün - und schob frei vor dem leeren Tor vorbei. Allerdings die einzige schwache Szene des Ex-Nürnbergers. Denn wenn die Mainzer einmal gefährlich nach vorne spielten, lief viel über Choupo-Moting und den Ex-Fürther Caligiuri. Die Kleeblatt-Abwehr um Nehrig und Kleine wirkte nicht immer sattelfest.
Auch nicht bei Standards: Bei einem flachen Ivanschitz-Freistoß (35.) stand die Fürth-Mauer brav Spalier, Grün musste eingreifen. Bei einer Ivanschitz-Ecke (37.) schaute die Fürth-Abwehr erneut nur zu, Bungert brachte den Ball aus fünf Metern aber nur neben das Gehäuse.
Flotter Wiederbeginn
Ohne personelle Veränderungen ging's in die zweite Hälfte, beide Teams suchten schnell wieder den Weg nach vorne. Choupo-Moting setzte einen Kopfball knapp über die Latte (51.), Fürth hatte nur eine Minute später eine Doppelchance nach scharfen Flachpässen in den Strafraum. Die Kugel rauschte aber jeweils an Freund und Feind vorbei.
Von soviel Courange waren dann aber offenbar beide Mannschaften überrascht: Das Spiel wurde konfuser, die Angriffe unpräziser, die Fehlpässe häuften sich, der Spielfluss war weg. Und bei den Fürthern auch noch Stürmer Djiby Fall. Der Senegalese hatte sich vor dem Seitenwechsel in einem Zweikampf mit Caligiuri verletzt, nach einem Schussversuch (65.) fasste er sich erneut an die lädierte Schulter und musste für Azemi vom Platz, ein Wechsel mit Folgen.
Jugendstil trifft
Denn offenbar hatten die Mainzer den erst 20-jährigen Azemi noch gar nicht wahrgenommen, da tankte der sich schon durch den FSV-Strafraum, legte zurück Richtung Elfmeterpunkt und fand Felix Klaus. Und der 19-Jährige versenkte das Leder mit einem wunderbar angehobenen Schlenzer, leicht abgefälscht, in der 67. Spielminute ins Toreck. Das erste Bundesligator in der Geschichte der SpVgg Fürth bedeutete auch die erste Führung.
"Es ist ein wunderschönes Gefühl für uns. Wir haben wahnsinnig viel Leidenschaft in die Waagschale geworfen und sind dafür belohnt worden. Für uns war wichtig, dass wir hier punkten."
Fürths Coach Mike Büskens
Grün rettet Fürth
Mainz reagierte - mit wütenden, aber nicht immer kontrollierten Angriffen. Die spielerische Linie fehlte den Hausherren nach dem Rückstand, häufig mussten Einzelaktionen herhalten. Durch Choupo-Moting beispielsweise, der in der 77. Minute die Fürther Abwehr schwindlig spielte, aus 13 Metern aber knapp verzog. Und dann hatten die Fürther ja noch Max Grün im Tor. Der verhinderte mit einem starken Reflex nach 82. Minuten bei einem Noveski-Kopfball aus drei Metern den Ausgleich. Fürth rettete die Führung ins Ziel, nach 90 Minuten stand der erste Bundesligasieg in der Geschichte der Spielvereinigung fest.
"Das ist überwältigend. Der Sieg wird uns Flügel und Kraft geben für die kommenden Aufgaben."
Fürths Präsident Helmut Hack

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Greuther, Samstag, 01.September, 21:11 Uhr
1.
Einfach nur G E I L !!!!!