Franken - Empfang


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BR Fernsehen HD

Stand: 11.04.2016

Ausstellungsbesucher der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin betrachten HD-Flachbildschirme  | Bild: picture-alliance/dpa

Am 30. April 2012 schaltete der BR sein Programm als HDTV-Programm in den beiden Regionalvarianten "BR Süd HD" und "BR Nord HD" auf dem Satelliten auf. Der Einstieg in die HD-Übertragung wurde erst möglich, weil an diesem Tag die analoge Satellitenära in Deutschland endgültig zu Ende ging.

Gleichzeitig starteten bei ARD und ZDF auch eine Vielzahl weiterer Programme: NDR HD, PHOENIX HD, SWR HD, WDR HD, KiKA HD, 3Sat HD sowie zdfneo HD, zdf.kultur HD und ZDFinfo HD. Die Fernsehprogramme hr HD, MDR HD und rbb HD sowie die ARD-Gemeinschaftsprogramme tagesschau24 HD, einsfestival HD, EinsPlus HD folgten 2013. Im Februar 2016 kam auch das SR Fernsehen HD hinzu. Für ARD-alpha steht bislang noch kein Termin fest.

SAT-Empfang BR Fernsehen Süd HD und BR Fernsehen Nord HD

Satellit: ASTRA 1 N
Transponder: 25
Downlink-Frequenz: 11,582 GHz
Symbolrate: 22,000 MSym/s
Fehlerschutz (FEC): 2/3
Polarisation: horizontal
Übertragungsnorm: DVB-S2 / 8PSK

Alle öffentlich-rechtlichen HD-Programme sind unverschlüsselt und frei empfangbar. Sie lassen sich innerhalb der Ausleuchtzone des Satelliten (Footprint) in weiten Teilen Europas mit einem Sendersuchlauf  finden.

Alles in allem sind für deutsche Haushalte inzwischen über 90 HD-Programme über ASTRA empfangbar (frei empfangbare, HD+ und Pay-TV-Programme). Deutschland liegt in Europa damit auf dem zweiten Platz nach Großbritannien (Quelle:SES).

Mehr Zuschauer mit HDTV

20 Millionen Haushalte in Deutschland empfangen bereits HDTV (Quelle: ASTRA TV-Monitor, TNS Infratest). Das ist über die Hälfte aller TV-Haushalte. Als Voraussetzung ist ein HD-tauglicher Flachbildfernseher und ein HD-Receiver erforderlich, der auch im Fernsehgerät integriert sein kann. Zusätzlich muss für die Verkabelung zwischen Fernseher und Empfänger ein HDMI-Kabel verwendet werden. Ein Empfang ist via Satellit, Digitalkabel (abhängig vom Kabelnetzbetreiber), IPTV (DSL-Leitung) und künftig auch über DVB-T2 HD möglich. Die meisten Zuschauer mit HD-Empfang möchten nicht mehr auf die bessere Bild- und Tonqualität verzichten, die vor allem auf großen Flachbildschirmen ihre Wirkung entfalten kann.

Welche Kabelnetz- und IPTV-Anbieter speisen die ARD-HD-Programme ein?

In welchem Umfang die bundesdeutschen Kabel- und IPTV-Netzbetreiber von der Möglichkeit zur Weitersendung der HD-Programme Gebrauch machen werden, entscheiden die Netzbetreiber individuell. Kabelkunden bzw. IPTV-Kunden sollten sich daher direkt an ihren Betreiber wenden.

Hintergrund: Für das Angebot in Kabel- und IPTV-Netzen sind die jeweiligen Betreiber selbst verantwortlich und bieten es daher ihren Kunden direkt an. Allen Betreibern, die über die Gema einen Vertrag über die Einräumung von Kabelweitersenderechten abgeschlossen haben, steht auch die Einspeisung der HD-Programme frei.


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