"Blick zurück nach vorn" Internationale Orgelwoche Nürnberg
Unter dem Motto "Blick zurück nach vorn" will sich die 61. Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra (29. Juni bis 8. Juli) in diesem Jahr mit Querverbindungen von Musik, Bildender Kunst, Literatur und Pantomime auseinandersetzen. Letztmals stellte am Freitag Wilfried Hiller als künstlerischer Leiter das Programm vor. Neuer ION-Chef wird ab 2013 der Musikdramaturg und Musikmanager Folkert Uhde.
Wilfried Hiller verabschiedet sich mit einer Aufführung seiner Kirchenoper "Augustinus" zum ION-Abschluss in St. Sebald nach vierjähriger Leitungstätigkeit. Auch andere Höhepunkte des Festivals drehen sich um Musik des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart: So konzertiert die Nürnberger Staatsphilharmonie mit zwei Orchesterwerken von Olivier Messiaen, der via-nova-Chor und das Münchner Rundfunkorchester gastieren mit der Uraufführung "Tohuwabohu" der griechischen Komponistin Eva Sindichakis, Carf Orffs "Carmina Burana" kommen als Theatergastspiel des Münchner Marionettentheaters vor.
Höhepunkte der 61. ION
Neben den fünf Mittagskonzerten in der Frauenkirche gibt es zwei weitere Höhepunkte, die sich ausschließlich um die Orgel drehen. Peter Playavsky - einer der berühmtesten Organisten der Gegenwart - gastiert in St. Lorenz, und an der spanischen Orgel in der Erlanger Markuskirche findet ein viertägiger Orgelmeisterkurs statt. Zum Dürer-Jahr gibt es die "Nacht der klingenden Bilder" mit Klaviermusik im Germanischen Nationalmuseum, und der Leipziger Thomanerchor kommt anlässlich seines 800. Geburtstages nach Franken.
Die ION in Zahlen
Die ION kostet im Jahr 2012 nach den Worten von Geschäftsführer Robert Vogel rund 500.000 Euro, von denen etwa die Hälfte von privaten Sponsoren getragen wird. Rund ein Fünftel der Summe refinanziert sich über Eintrittsgelder, etwa 25.000 Euro steuern die beiden großen Kirchen bei. Die Internationale Orgelwoche Nürnberg zählt zu den renommiertesten Festivals Geistlicher Musik in Europa.

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