Franken - Kultur


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Tag der Franken Tausende Besucher bei sengender Hitze

Die Franken haben sich in Erlangen beim Tag der Franken selbst gefeiert. Dieses Jahr stand das Fest unter dem Motto "Franken – offen aus Tradition". Auf der Veranstaltung gab es aber auch kritische Stimmen.

Stand: 05.07.2015

Die hohen Temperaturen machten den Besuchern und Ausstellern beim zehnten Tag der Franken in Erlangen zu schaffen. Bereits am Sonntagvormittag (05.07.15) knackte das Thermometer die 30-Grad-Marke. Wohl aus diesem Grund blieben bei der Podiumsdiskussion mit unter anderem Innenminister Joachim Hermann (CSU) und Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) einige Publikumsplätze leer. Auch einige Aussteller hatten kurzfristig abgesagt.

Schwimmbad statt Marktplatz

Bis zum frühen Nachmittag kamen laut Veranstalter 8.000 Menschen in die Erlanger Innenstadt. Andere Beobachter gehen von weit weniger Besuchern aus. Bis zum Abend hofften die Organisatoren auf noch mehr Andrang. "Ich nehme an, dass einige Besucher noch im Schwimmbad sind und erst gegen Abend kommen werden", sagte Veranstalter Georg Graf von Matuschka dem Bayerischen Rundfunk.

Motto gut gewählt

Das Motto vom Tag der Franken "Franken - offen aus Tradition" fanden die Besucher gut gewählt. "Auch Franken waren hier mal Fremde", gab Innenminister Joachim Hermann bei der Diskussion auf dem Erlanger Marktplatz zu bedenken. Zuwanderer und Fremde würden seit Jahrhunderten das fränkische Leben beeinflussen, hieß es beim Bezirk Mittelfranken. Auch wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms sei das Thema hochaktuell, sagte der mittelfränkische Bezirkstagspräsidenten Richard Bartsch.

Zum Tag der Franken

Auch weiß-blaue Fahnen

Es gab aber auch Kritik. Im Vergleich zu den Vorjahren waren auf dem Festgelände weniger rot-weiße Frankenfahnen zu sehen - und sogar einige weiß-blaue. Gäste und Aussteller beklagten sich darüber. "Das ist der unfränkischste Tag der Franken, den ich je erlebt habe", kritisierte ein Besucher aus Unterfranken.

Programm für junge Menschen

Der Tag der Franken sollte mit seinem Programm vor allem auch junge Menschen anlocken. "Wir wollen mit dem Programm aber auch deutlich machen, dass 'offen aus Tradition' gelebt wird", sagte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik im Vorfeld des Tags der Franken. Auf mehreren Bühnen wurde deshalb rund um das Motto "Franken – offen aus Tradition" diskutiert. Auch junge Menschen mit Migrationshintergrund waren dazu eingeladen, ihre Sicht auf Franken, Heimat und den Tag der Franken zu erzählen.

Fränkische Identität stärken

Der Tag der Franken wurde vom Bezirk Mittelfranken und der Stadt Erlangen organisiert. Sie wollten mit der Veranstaltung unter anderem die Identität Frankens stärken, sagte Andrea Kluxen, Kulturreferentin des Bezirks Mittelfranken, dem Bayerischen Rundfunk.

"Der Tag der Franken ist als Erinnerungsanker gedacht. Wir möchten auch zeigen, dass sich Kultur immer verändert hat."

Andrea Kluxen, Kulturreferentin des Bezirks Mittelfranken

Kritik in Abwesenheit musste Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) einstecken. Er hatte seine Teilnahme kurzfristig aus Termingründen abgesagt. Ein Besucher hielt ein Schild hoch, auf dem zu lesen war: "Horst, bleib auch 2016 besser dahaam". Im kommenden Jahr wird der Tag der Franken in der oberfränkischen Stadt Hof gefeiert.

So war es 2014

Stichwort: Tag der Franken

Der "Tag der Franken" wird in Bayern nach einem Landtagsbeschluss offiziell seit dem Jahr 2006 gefeiert, abwechselnd in den drei fränkischen Regierungsbezirken. Der Tag soll die Tradition und Geschichte Frankens würdigen. Historischer Hintergrund dieses Fränkischen Feiertags ist die Gründung des Fränkischen Reichskreises am 2. Juli 1500.

Der Fränkische Reichskreis im 18. Jahrhundert


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Kalupner, Rüdiger, Montag, 06.Juli, 12:15 Uhr

5. Welt-Revolution der CREATIVEN durch einen CREATIVEN Franken ausgerufen....

Die Revolution-der-Creativen wurde durch die CREATIVEN FRANKEN gestern um 13.30 Uhr vom Verfasser im Erlangener Schloßgarten ausgerufen. Die Herrschaft des 2%Wachstumszwang-Regimes der Kapitalstock- und Schuldenmaximierer und die Euro-Krise gilt es genial zu beenden. Das hat kein Offizieller oder Medienmacher mitbekommen.

Erlangen und Franken sind nicht nur 'Offen aus Tradition', sondern dort gibt es Menschen, die die Systemkrise der Industriestaaten zu Ende denken und die folgende Weltordnung des KREATIVEN Evolutionspfades bis zur Politikprojektreife entwickeln konnten.

Angela Merkel ist insgeheim schon seit 2005 eine CREATIVE (R)Evolutionärin.

Es geht um die öffentliche Diskussion dieser Wahrheiten.

Der Verfasser wird alles tun, um den dar-niederliegenden Seperatismus in Franken zum Träger eines evolutions- und dominomächtigen Epochenwende-Projekts zu machen. Erster Schritt wird die Gründung einer C.F.U, der C.REATIVE F.RANKEN .U.nion, sein. .

Rüdiger Kalupner

Technikerin, Sonntag, 05.Juli, 14:51 Uhr

4. Joachim Herrmann

Der O-Ton des Herrn Herrmann ist wohl phasenverdreht, da auf einem Monolautsprecher (Smartphone) nicht zu hören, Jingle davor und danach sind hörbar...

C. Gerau, Sonntag, 05.Juli, 13:53 Uhr

3. Mulmiges Gefühl

Als ich heute die Nürnberger Nachrichten zusammen mit den Kommentaren las, frage ich mich, ob ich mich als Bayer und Katholik überhaupt in Erlangen frei bewegen kann. Zunächst habe ich nur aus Interesse den Zeitungsbericht gelesen, bin aber über den Hass der Leserkommentare und auch über die gezielt gepushte Rivalität der Nürnberger Journalisten gegen Bayern und Katholiken, nicht nur erstaunt, sondern erschrocken beängstigt. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass gerade studierte Journalisten, die sonst bei den Nürnberger Zeitungen immer an vorderster Stelle sind, um Xenophobie zu bekämpfen, hier ihren "braunen" Trieben freien Lauf lassen. Zum Glück wohne ich in Forchheim, wo wieder mehrheitlich Katholiken leben und die Welt einfach einfacher ist, ohne diese rot-braune Frankentümelei.

  • Antwort von Dieter Ludwig, Montag, 13.Juli, 22:16 Uhr

    Quatsch, kannst schon dableiben, das Zugespitzte der Journalisten soll nur die Verkaufsquote erhöhen; also nochmal: keine Angst!
    Lasst uns halt Franken sein, wir tun euch ja nichts!

    Herzliche Grüße an alle,
    Dieter

Pius Studer, Sonntag, 05.Juli, 06:27 Uhr

2. Tag der Franken

Ich bin Schweizer, wohne auch in der Schweiz und höre / sehe hier unzählige Sendungen des BR aus München und Nürnberg. Das jeden Tag! - Zum heutigen "Tag der Franken" sende ich gerne ein herzliches "Grüezi" hinüber nach Franken...."Wohlan die Luft geht frisch und rein, wer lange sitzt muss rosten........"

Andreas , Donnerstag, 02.Juli, 10:21 Uhr

1. Fränkischer Rechenkreis nicht vollständig

Wenn ich mir die Karte so anschaue dann stelle ich fest, das Coburg, Sonneberg, Hildburghausen, Meiningen, Teile von Schmalkalden und Bad Salzungen fehlen.

  • Antwort von Jochen, Samstag, 04.Juli, 12:06 Uhr

    Das soll dann wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl sein! :)