Franken - Kultur

Eine Sommernacht auf der Klosterwiese

Lieder auf Banz Eine Sommernacht auf der Klosterwiese

Stand: 16.08.2017

In über 30 Jahren hat sich das Festival Kultstatus erworben, und so soll es auch bleiben. Bis zum vergangenen Jahr hießen die Open-Air-Konzerte auf Kloster Banz noch "Songs an einem Sommerabend", jetzt soll mit einem neuen Veranstalter-Team und dem neuen Titel das Renommee des großen Liedermacher-Festivals noch ausgebaut werden. Am 7. und am 8. Juli trafen sie sich auf der Festwiese.

Gute Bekannte und junge Neuentdeckungen

Fee Badenius

Das Festival wurde moderiert von Viva Voce, dem A-cappella-Ensemble aus Ansbach: Die Sänger präsentierten hochkarätige Musiker, deren Auftritt auf Banz längst Kultstatus hat. Allen voran: Konstantin Wecker. Willy Astor spielte die Lieder aus seinem neuen Album. Werner Schmidbauer mal schwungvoll, mal stimmungsvoll. Dann die einmalige Stimme von Helen Schneider. Sebastian Krumbiegel – Gründungsmitglied der Prinzen. Und Gert Steinbäcker – bekannt von der Gruppe S.T.S. – mit Liedern zum Mitsingen. Ganz gefühlvoll: Stefan Jürgens – im Fernsehen spielt er in der Serie SOKO Wien, und Purple Schulz. Auf den Nachwuchs durften die Besucher gespannt sein: Marcel Brell, Fee Badenius und die Band Tonträger aus Berlin.

Geschichte Kloster Banz

Das Kloster Banz ist ein ehemaliges Benediktinerkloster und seit 1978 im Besitz der Hanns-Seidel-Stiftung. Es dient vor allem als Tagungsstätte, seit 1987 findet außerdem einmal im Jahr das Liedermacherfestival "Songs an einem Sommerabend" auf den Klosterwiesen statt.

Banz wurde ursprünglich als Burg auf dem Banzberg gebaut. Der Legende nach stiftete die Gräfin Alberada nach dem Tod ihres Mannes die Burg zur Gründung eines Benediktinerklosters. Das Kloster war bis zur Säkularisation am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts das älteste Kloster am Obermain. Um 1500 brannte es bei einem Feuer bis auf die Grundmauern nieder. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg konnte das Kloster wieder neu aufgebaut werden und es entstand ein architektonisch außergewöhnliches Bauwerk. Bedeutende Baumeister und Künstler ihrer Zeit statteten die Prunkräume aus, darunter die Familien Vogel, Dientzenhofer und auch Balthasar Neumann. 1978 kaufte die Hanns-Seidel-Stiftung das Kloster Banz, renovierte und restaurierte es und baute es zu einem modernen Bildungszentrum aus.