Franken - Kultur


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Eckige Auszeichnung für Franken

Stand: 11.11.2016 | Archiv

Drei Frankenwürfel | Bild: picture-alliance/dpa

Jedes Jahr am 11. November werden drei Franken zu "Gewürfelten": Dann erhalten sie mit dem Frankenwürfel die "einzig wirklich fränkische" Auszeichnung. Er wird von den Bezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken vergeben.

Seit 1985 wird die eckige Auszeichnung alljährlich an je einen Ober- einen Mittel- und einen Unterfranken verliehen. Im jährlichen Wechsel richten die drei Regierungsbezirke die Feierlichkeiten aus. Dotiert ist der Frankenwürfel nicht – außer mit einem lebenslangen Gansrecht: Wenn neue Franken "gewürfelt" werden, wird das mit den Regierungspräsidenten und allen bisherigen Preisträgern bei einem großen Gansessen gefeiert.

"Mit dem Frankenwürfel ist nicht beabsichtigt, einen elitären Frankenorden zu stiften oder gar einen Schritt in Richtung 'Freies Franken' zu tun, sondern es soll sich ausschließlich um den Ausdruck fränkischen Selbstverständnisses handeln."

Frankenwürfel-Initiator Helmut Süßmann in einem Brief an den damaligen Regierungspräsidenten von Oberfranken, Wolfgang Winkler, im Juni 1984

Form und Name der Auszeichnung gehen auf eine Essaysammlung von Hans Max von und zu Aufseß aus dem Jahr 1983 zurück: "Der Franke ist ein Gewürfelter". Darin hat sich der zumindest in Franken berühmte Autor dem fränkischen Wesen genähert. "Wendig, witzig und widersprüchlich" soll er sein, der Franke. Allerdings erhalten nicht nur Komödianten die Auszeichnung: Der "Witz" kann auch für Findigkeit und Einfallsreichtum stehen.

Preisträger 2016

Peter Kirchner, Steffi Zachmeier und Eberhard Wagner mit Glaswürfel in der Hand | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Frankenwürfel 2016 Preis für Volksmusikerin, Mundartautor und Altbürgermeister

Zum 32. Mal wurden am Freitag die Frankenwürfel verliehen. Wendig, witzig und widersprüchlich müssen sie sein, die Preisträger. Überzeugt haben in diesem Jahr eine Volksmusikerin, ein Mundartautor und ein Altbürgermeister. [mehr]

Frühere Preisträger

Die frisch "Gewürfelten": Michael Busch, Günther Beckstein und Johann Böhm mit den Regierungspräsidenten aus Ober-, Mittel- und Unterfranken | Bild: BR zum Video mit Informationen Frankenwürfel 2015 Politprominenz zu wahren Franken gewürfelt

Der typische Franke ist wendig, witzig und widersprüchlich. Das sind zumindest die Kriterien, die bei der Verleihung des Frankenwürfels entscheidend sind. Auch in diesem Jahr haben drei echte Franken die Jury überzeugt. [mehr]


Die Preisträger des "Frankenwürfel" 2014: Bernhard Schlereth (Präsident des Fränkischen Fastnachtverbands), Jürgen Eick (Intendant des Theater Ansbach) und Kabarettist Helmut Vorndra | Bild: BR/Nathalie Bachmann zum Artikel Frankenwürfel 2014 Ehrung für Fastnachter, Theatermann und Autor

Wendig, witzig und widersprüchlich - so muss ein waschechter Franke sein, um mit dem "Frankenwürfel" ausgezeichnet zu werden. Drei Persönlichkeiten haben in diesem Jahr besonders überzeugt. [mehr]


Die Preisträger des Frankenwürfels 2013: Kabarettist Fredi Breunig (links), Sportreporter Wolfgang Reichmann und Schriftsteller Fitzgerald Kusz | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Frankenwürfel 2013 Drei, die das Fränkische leben und lieben

Am 11. November haben die drei fränkischen Regierungspräsidenten in Bad Windsheim den "Frankenwürfel" vergeben. Ausgezeichnet wurden für ihren besonderen fränkischen Charakter: Fitzgerald Kusz, Fredi Breunig und Wolfgang Reichmann. [mehr]


Die Gewinner des Frankenwürfels 2012 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Frankenwürfel 2012 Eckige Ehre für Braumeister und Spaßmacher

Am Sonntag (11.11.12) sind in Kulmbach die Frankenwürfel 2012 verliehen worden. Geehrt wurden der Hofer Braumeister Hans-Joachim Hansen, der Nürnberger Komödiant Bernd Händel und die Waldaschaffer Alleskönnerin Hannelore Hock. [mehr]


Frankenwürfell-Träger 2011 | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Frankenwürfel 2011 "Gewürfelter" Bischof, Schauspieler und Hofrat

In Neuses am Sand (Lkr. Kitzingen) wurden am Freitag die Frankenwürfel-Träger 2011 geehrt: der Schauspieler Jan Burdinski, der evangelische Bischof Christian Schmidt und das Kitzinger Original Walter Vierrether. [mehr]


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