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Kinderzeche Die tapferen Kinder von Dinkelsbühl

Eigentlich wollte der schwedische Feldherr Sperreuth Dinkelsbühl zerstören, wenn sich ihm nicht eine Handvoll Kinder in den Weg gestellt hätte. So will es die Sage. Jedes Jahr im Juli feiert die Stadt mit der "Kinderzeche" ihre Rettung.

Stand: 10.07.2012
Kinderzeche Dinkelsbühl | Bild: picture-alliance/dpa

Die Sage um die Turmwächterstochter Lore liefert den historischen Hintergrund zu den Festspielen: Sie soll die Stadt vor Plünderung und Brandschatzung durch die Schweden bewahrt haben. Nach der wochenlangen Belagerung Dinkelsbühls war Lore den schwedischen Truppen singend mit einer Schar kleiner Kinder entgegengezogen. Sie flehten beim Feldherrn Sperreuth um Gnade. Und um der Kinder willen verschonte dieser die Stadt.

Schauspiel der Kinder

Die Kinder spielen bei dem Historienspiel die Hauptrolle.

Diese Sage wird in einem Schauspiel von einheimischen Kindern und Erwachsenen nachgespielt. "Schwedische Truppen" lagern vor den Stadtmauern, Stadtsoldaten bewachen das Wörnitztor. Die entscheidende Ratssitzung, in der sich die meisten Stadtväter dazu durchrangen, die Stadt aufzugeben, wird in der Schranne, dem mittelalterlichen Festsaal, wieder lebendig. Auf dem Altrathausplatz findet schließlich die berühmteste Szene mit der Kinderlore statt.

Schulkinderausflüge in Wirtshäuser

Nachstellung des Schwedenlagers

Den Ursprung des heutigen Kinderfestes verdanken die Dinkelsbühler ihren Lateinschulen: Schüler und Magister - so hießen damals die Lehrer - zogen am Schuljahresende in die Wirtshäuser der umliegenden Dörfer. Die Einkehr mit Essen und Trinken, die "Schulzeche", bezahlten Kirche und Schule. Mit der Zeit entwickelte sich die Kinderzeche zu einem ausgewachsenen Volksfest - sehr zur Freude der Erwachsenen, die nun auch mitfeiern durften.

Info

Die diesjährige Kinderzeche findet vom 13. bis zum 22. Juli statt. Das Programm für die einzelnen Tage gibt's hier:


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