Franken

Dokumentarfilm der Superlative auch in Franken

24 Stunden Bayern Dokumentarfilm der Superlative auch in Franken

Stand: 17.05.2017

Nachts um zwei in der Schäuferle-Wirtschaft, früh um sieben in der U-Bahn und mittags dann in der Bierbrauerei – die Doku 24 Stunden Bayern zeigt einen ganzen Tag lang den Freistaat hautnah. Franken ist dabei stark vertreten.

"Wir wollen die ganze Vielfalt und Unterschiedlichkeit Bayerns zeigen. Aber auch die Widersprüchlichkeit, also, dass manche Dinge einfach nicht zueinander passen wollen, und trotzdem lebt man gemeinsam in diesem Land. Darum geht’s."

Volker Heise, Regisseur 24 Stunden Bayern

Vergangenen Juni hat der Bayerische Rundfunk gemeinsam mit Regisseur Volker Heise von 6.00 Uhr bis 6.00 Uhr am folgenden Tag das Leben in Bayern dokumentiert. Über 100 Kamerateams, 80 Protagonisten und vier Hubschrauber waren an dem wohl längsten Drehtag Bayerns im Einsatz.

Franken stark vertreten

In den etwa 1.000 Stunden Video-Material findet sich auch einiges aus Franken. So begleitete ein Team Michaela Böhringer, die Besitzerin der "Wacht am Rhein" in Nürnberg. In ihrer Wirtschaft bietet die 40-Jährige zwischen 24.00 und 7.00 Uhr morgens alles an, was die fränkische Küche hergibt. Hier wird die Nacht zum Tag gemacht.

Von wegen "Männerberuf"

Ein weiteres Team verbrachte den Tag mit den Schwestern Meinel in Hof. Die Inhaberinnen der gleichnamigen Bierbrauerei haben den Betrieb vor sechs Jahren übernommen. Die eine kümmert sich um das Brauen, die andere um das Marketing. Das Konzept geht auf, immerhin läuft der Familienbetrieb seit zwölf Generationen.

Mit viel "Määääh" im Regen

Endlose Weite, selige Ruhe und kein Stress – so stellt man sich den Beruf des Schäfers vor. Die Realität sieht oft anders aus, denn bei den Dreharbeiten am 3. Juni 2016 stand das ganze Kamerateam samt Schäfer und Schafen im Regen. Außerdem gehen mit dem Beruf auch Sorgen einher. Harald Müller ist Schäfer im unterfränkischen Aura an der Saale. Sein Sohn möchte den Betrieb eigentlich übernehmen, doch wirtschaftlich rentiert sich der vom Aussterben bedrohte Beruf kaum mehr.

"Dieses Projekt spielt eine große Rolle für den Bayerischen Rundfunk und damit auch für das Studio Franken. Denn 24 Stunden Bayern ist ein Flaggschiff-Projekt, das es so noch nie im Bayerischen Rundfunk gab. Noch nie hat sich jemand so viel Zeit genommen, um die Franken und die Bayern so genau zu betrachten und dabei auf so viel Unentdecktes und Spannendes zu stoßen."

Kathrin Degmair, Leiterin BR-Studio Franken

Sendetermin

"24h Bayern" läuft an Pfingstmontag, 5. Juni 2017, ab 6.00 Uhr im BR Fernsehen und unter 24hbayern.de - ein Tag Heimat bis Dienstagfrüh um 6.00 Uhr!

Ein ethnologisches Abenteuer

Bei einer Pressekonferenz im Studio Franken stellte Regisseur Volker Heise das Projekt vor. Produziert wurde 24 Stunden Bayern von zero one film und megaherz München im Auftrag des Bayerischen Rundfunks. Regisseur Volker Heise hat gemeinsam mit dem BR bereits das Projekt 24 Stunden Jerusalem umgesetzt, das mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Heise selbst gewann mehrfach den Grimme Preis.

Das war der Drehtag in Franken: