Würzburg Fluchtversuch aus Klinik
Ein Gefangener der Justizvollzugsanstalt Würzburg hat am Sonntag (02.09.12) für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. Er drohte von einem Klinikdach aus 15 Meter tief in die Freiheit springen.
Der Gefangene war seit einer Woche zur Behandlung im Juliusspital, teilte die Polizei mit. Im Laufe des Nachmittags soll der 61-Jährige im wegen anstehender Untersuchungen angefangen haben, zu randalieren. Ein Gefängnisbediensteter, der den Mann überwachte, meldete den Zwischenfall bei der Würzburger Polizei und bat um Unterstützung.
Häftling drohte zu springen
Während die Beamten zur Hilfe eilten, verbarrikadierte sich der Häftling in einem eigens für die Unterbringung von Gefangenen vorgesehenen Zimmer. Anschließend schlug er eine Scheibe ein und kletterte auf ein 15 Meter hohes Vordach. Von dort aus drohte er den Beamten, in die Tiefe zu springen, falls sich ihm jemand nähern sollte.
Polizist brachte Gefangenen zur Aufgabe
Die Polizei verständigte die Berufsfeuerwehr und den Rettungsdienst, die sofort anrückten. Doch zum Äußersten sollte es nicht kommen: Einem Polizisten gelang es "durch besonders einfühlsame Gesprächsführung", so die Polizei, den Gefangenen zur Aufgabe zu bewegen. Der 61-Jährige kletterte über ein Fenster wieder in das Klinikgebäude zurück. Nach dem Zwischenfall hat sich der Häftling wieder beruhigt. Die dringend erforderlichen medizinischen Untersuchungen konnten laut Polizei unter entsprechender Bewachung durchgeführt werden.

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