Extreme Trockenheit Brandstiftung im Waldgebiet
Ein Waldbrand bei Burgkunstadt (Lkr. Lichtenfels) hat die Feuerwehr am Montagmorgen (20.08.12) in Atem gehalten. Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. Wegen der trockenen Witterung herrscht in ganz Franken teils hohe Waldbrandgefahr.
Nach Angaben der Polizei, gingen gegen 2.30 Uhr am Montagmorgen (20.08.12) die ersten Anrufe bei der Einsatzzentrale ein, dass bei Gärtenroth im Wald Feuerschein zu sehen sei. Da sich die Brandstelle nicht genau lokalisieren ließ, setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, der die Feuerwehr an die Brandherd führte. Obwohl der Wald nur auf einer Fläche von etwa 50 auf 50 Metern brannte, dauerten die Löscharbeiten bis 5.00 Uhr, da das Feuer immer wieder aufflackerte.
Polizei bittet um Hinweise
Vor Ort fand die Kriminalpolizei Hinweise, die auf eine vorsätzliche Brandstiftung hindeuten. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Spitzbergs gesehen hat, wird gebeten, sich mit der Coburger Kripo unter folgender Telefonnummer in Verbindung zu setzen: 09561 / 645-0
Oberfranken ordnet Aufklärungsflüge an
Wegen der anhaltenden trockenen Witterung steigt in ganz Franken die Waldbrandgefahr. In allen drei Regierungsbezirken wurden Luftbeobachtungsflüge angeordnet. In Oberfranken herrscht größtenteils noch mittlere Waldbrandgefahr, also die Stufe drei von insgesamt fünf Gefahrenstufen. In einzelnen Gebieten herrscht allerdings eine hohe Waldbrandgefahr: Im Raum Ebrach im Landkreis Bamberg ist bereits Stufe vier erreicht. In Selb herrscht sogar die höchste Gefahrenstufe fünf.
Beobachtungsflüge in Mittelfranken
Die Luftbeobachtungen finden über dem Großraum Nürnberg und dem östlichen Mittelfranken statt. Auch im westlichen Bereich bis nach Pleinfeld (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) erkunden speziell ausgebildete Piloten die Situation aus der Luft. In Unterfranken sind ebenfalls Beobachtungsflüge angeordnet. Flugbeobachter kontrollieren dort die Waldgebiete auf zwei Routen. Die Piloten starten im Westen in Mainbullau (Lkr. Miltenberg) oder Hettstadt (Lkr. Würzburg), für die Ostroute stehen die Flugplätze in Haßfurt und Bad Kissingen zur Verfügung.
Rauchverbot einhalten
Das Bayerische Forstministerium appelliert an die Waldbesucher, das von Anfang März bis Ende Oktober geltende Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten und bei Freizeitaktivitäten vorsichtig zu sein. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe könne die trockene Bodenvegetation entzünden und einen folgenschweren Brand auslösen, vor allem in lichten Fichten- und Kiefernbeständen.
Äste nicht verbrennen
Gefährlich sei wegen der heißen Fahrzeug-Katalysatoren aber auch das Parken auf trockenem Gras. Waldbesitzern rät das Ministerium, das bei der Borkenkäferbekämpfung anfallende Reisig und Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu häckseln.

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