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Nürnberg/Aschaffenburg Kein Geld für Schiene in Franken

Der Bund investiert zu wenig in den deutschen Schienenverkehr – das kritisiert der Verkehrsclub Deutschland. Für fränkische Bauprojekte bleibe deshalb kein Geld mehr.

Stand: 10.01.2012
Gleise im Abendlicht (Symbolbild) | Bild: Getty Images

Für die nächsten fünf Jahre stünden bundesweit nur sechs Milliarden Euro für den Ausbau von Schienennetzen zur Verfügung, beklagt der Bahnexperte des Verkehrsclubs, Gerd Weibelzahl. Für die im Bau befindlichen und fast fertig geplanten Projekte brauche man aber fast das Doppelte. Der Verkehrsclub (VCD)  führte an, dass allein für die Neubaustrecken zwischen Ebensfeld und Halle sowie zwischen Stuttgart und Ulm sechs Millionen Euro gebraucht würden.

Schlechte Aussichten für Franken

Dem VDC zufolge führen die niedrigen Investitionen dazu, dass andere Schienenstrecken in Bayern auf der Strecke bleiben. Unter anderem bleibe nichts mehr für Projekte wie den Schwarzkopftunnel bei Aschaffenburg oder die Elektrifizierung der Strecke von Hof nach Nürnberg übrig, so der Verkehrsclub.

Kritik an Bundesverkehrsminister

Verkehrsexperte Gerd Weibelzahl kritisierte außerdem, dass - im Gegensatz zur Schiene - Milliarden in den Straßenbau investiert werden. Allein für Erhaltungsinvestitionen seien zwölf Milliarden Euro vorgesehen. Der VCD moniert auch den Ausbau der Autobahnen von vier auf sechs Spuren. Weibelzahl nannte das "Etikettenschwindel". Der Verkehrsclub Deutschland fordert Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil auf, sich beim Bundesverkehrsminister für mehr Geld für die Schiene einzusetzen.