Landgericht Ansbach Fünf Jahre Haft für Brandstifter
Wegen besonders schwerer Brandstiftung und anderer Vergehen hat das Landgericht Ansbach einen 37-Jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Mann wurde schuldig gesprochen, im Januar ein Feuer in der Ansbacher Innenstadt gelegt zu haben.
Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die auf fünf Jahre plädiert hatte. Der Angeklagte aus Ansbach war voll geständig. Er räumte ein, im Januar dieses Jahres in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Ansbacher Innenstadt Feuer gelegt zu haben, um Spuren seines Einbruchs in das Haus und den Diebstahl von über 50 Packungen Zigaretten zu vernichten. Durch das Feuer war ein Sachschaden in Höhe von rund 260.000 Euro entstanden.
Gericht: Großbrand in Kauf genommen
Verletzt wurde niemand, weil zum Zeitpunkt des Brandes keine Menschen in dem Haus waren. Der 27-Jährige habe aber billigend in Kauf genommen, dass sich das Feuer in der dicht bebauten Ansbacher Altstadt schnell weiter hätte ausbreiten können, so ein Gerichtssprecher gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.
Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten
Verurteilt wurde der Angeklagte auch wegen Diebstahls, Computerbetrugs und Freiheitsberaubung. Letzteres wurde ihm zur Last gelegt, weil er gegenüber der Polizei zunächst einen anderen Mann für die Brandstiftung verantwortlich gemacht hatte. Dieser saß daraufhin über eine Woche lang in Untersuchungshaft. Dazu kamen noch Einbrüche in zwei Gaststätten, bei denen der 37-Jährige eine kleinere Summe Bargeld sowie eine Bankkarte stahl. Mit dieser Karte hob er insgesamt 1.000 Euro ab. Der Angeklagte gilt als Drogenkonsument und war in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

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