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Geisterfahrerin auf A73 Unfall fordert fünftes Todesopfer

Nach dem Geisterfahrer-Unfall auf der A73 am Dienstag (02.10.12) hat sich die Zahl der Opfer auf fünf erhöht. Am Freitag (05.10.12) ist der 54-jährige Beifahrer des entgegenkommenden Autos gestorben. Noch immer laufen die Ermittlungen zu den Hintergründen.

Stand: 05.10.2012
Unfallfahrzeuge auf der A73 bei Bamberg | Bild: News5

Der Beifahrer des entgegenkommenden Autos ist im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen, bestätigte die Polizei am Freitag. Der Unfall forderte damit insgesamt fünf Todesopfer. Die Mutter sowie ihre sieben Jahre alte Tochter, die auf der Rückbank saß, waren noch an der Unfallstelle gestorben, wie auch der 25 Jahre alte Fahrer des entgegenkommenden Wagens. Erst am Donnerstag (04.10.12) teilte die Polizei mit, dass die zweite Tochter der Geisterfahrerin im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen ist. Sie war während des Unfalls aus dem Fahrzeug geschleudert worden und hatte lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Ein Rettungshubschrauber hatte sie in eine Klinik gebracht.

Frau saß unbekleidet im Auto

Noch immer laufen die Ermittlungen zu dem Geisterfahrer-Unfall, nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht: Die 31-jährige Geisterfahrerin war am Dienstagmorgen gegen 5.45 Uhr unbekleidet an einer Tankstelle in Coburg gesehen worden. Der Tankstellenpächter hatte daraufhin die Polizei gerufen. Als eine Streife eintraf, war die Mutter mit den zwei Mädchen aber bereits weiter Richtung Bamberg gefahren. Auch an der Unfallstelle war die Frau unbekleidet aufgefunden worden, bestätigte die Polizei. Offenbar habe sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden, so ein Polizeisprecher. Es gebe aber keine Hinweise, dass sich die 31-Jährige selbst töten wollte.

"Die Hintergründe dieser Tragödie zu klären, wird sehr schwierig. Antworten könnte wohl nur die Frau selber liefern."

Sprecher der Polizei Bayreuth

Die Frau hätte vor dem Unfall einen lautstarken Streit mit ihrer Mutter gehabt, bestätigte die Polizei. Herbeigerufene Polizisten stuften die Situation als nicht weiter kritisch ein, da sich die Frauen nach der Auseinandersetzung wieder beruhigt hatten. Wenig später fuhr die Frau aus dem Raum Coburg mit ihren beiden Kindern in falscher Richtung auf die Autobahn auf. Zwischen den Anschlussstellen Bamberg-Süd und Hirschaid prallte sie frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen, so die Polizei.

Weiterer Unfall wegen Trümmerteilen

Die beiden Unfallfahrzeuge auf der A73

Durch den Aufprall der beiden Autos auf der A73 flogen Trümmerteile auf die Gegenfahrbahn. Dort kam ein weiteres Auto ins Schleudern. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Autobahn zwischen Hirschaid und Bamberg-Süd war mehrere Stunden gesperrt. Gutachter sollen den Unfallhergang beleuchten. Bis sie ihre Arbeit abgeschlossen haben, kann es noch Wochen oder sogar Monate dauern, so ein Polizeisprecher.


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