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Bilanz 2011 Tourismus in Franken boomt

Franken hat Fans in aller Welt - im vergangenen Jahr mehr als je zuvor. Der Tourismusverband Franken zählte 2011 über 20 Millionen Übernachtungen. Ein Rekord für die Region, die viel mehr als Bier und Wein zu bieten hat.

Stand: 21.02.2012

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Verbandes mit 20,3 Millionen Übernachtungen ein neuer Rekord in der Region gezählt. Damit steht der fränkische Tourismus besser da als je zuvor, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), der gleichzeitig Vorsitzender des Tourismusverbandes ist. Mit fünf Prozent Wachstum überholte Franken die Regionen Allgäu/Bayerisch Schwaben (4,9 Prozent), München/Oberbayern (3,8 Prozent) und Ostbayern (2,6 Prozent).

Täler, Berge, Seen

Gleichzeitig liege Franken im Vergleich von Übernachtungszahlen und Bevölkerung deutlich vor Bayern und Deutschland, freute sich Herrmann bei einer Pressekonferenz in Nürnberg. Allein in den Städten verbuchte der Verband 6,15 Millionen Übernachtungen. Besonders Ansbach, Bamberg, Erlangen und Kulmbach beherbergten im vergangenen Jahr deutlich mehr Gäste. Rekordergebnisse erzielten Nürnberg mit 2,5 Millionen und Bamberg mit 510.000 Übernachtungen. Deutliche Zuwächse verspürten im vergangenen Jahr auch die Regionen rund um den Naturpark Altmühltal, die Fränkische Schweiz sowie das fränkische Seen- und Weinland, hieß es weiter.

"Mit 14 zertifizierten Fernwanderwegen gehört Franken zu den Top-Wandergebieten in Deutschland."

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

Fast 20 Prozent der Gäste reiste laut Tourismusverband aus dem Ausland nach Franken. Deren Übernachtungszahl stiegt um 6,9 Prozent auf 2,7 Millionen. Die meisten ausländischen Franken-Fans kamen 2011 aus den Niederlanden (421.415 Übernachtungen), die höchste Wachstumsrate wurde bei Gästen aus China verzeichnet (plus 38 Prozent), gefolgt von Polen (13,9 Prozent) und der Schweiz (11,8 Prozent).

"Wir nutzen unsere Vorteile"

Herrmann verwies auf die bewährte Kernkompetenz Tourismus und die guten Vermarkungs- uns Kommunikationswege. "Wir nutzen unsere Vorteile", sagte Verbandsgeschäftsführer Olaf Seifert. Die Menschen interessierten sich zunehmend für Aktiv-Urlaube mit Kultur und Kulinarik. Folgerichtig seien neben dem Städtetourismus die kulinarischen Angebote sowie die Rad- und Wanderwege Aushängeschilder des fränkischen Tourismusangebotes.

Dom und Dürer

In diesem Jahr sollen vor allem die Landesgartenschau in Bamberg, die Weihe des Bamberger Doms vor 1.000 Jahren und die Ausstellung "Der frühe Dürer" im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg touristische Höhepunkte in der Region bilden – letztere auch ohne "Selbstbildnis im Pelzrock".