Asylbewerber in Würzburg Aktivisten fordern Verbesserungen
Der "Freundeskreis für Ausländische Flüchtlinge" hat sich nach dem Selbstmord eines Asylbewerbers in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft am Dienstag (31.01.12) mit einer offiziellen Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt. Die Gruppierung fordert Verbesserungen für die dort Untergebrachten.
Der Freundeskreis fordert, dass das Kasernengelände wieder frei zugänglich wird und die Eingangskontrollen an der Sicherheitsschleuse entfallen. Außerdem sollen traumatisierte Flüchtlingen Zugang zu psychologischer Betreuung und zu Deutschkursen erhalten. Daneben wird gefordert, auch die jüngst gesetzlich geschaffene Möglichkeit, Asylbewerber in Privatwohnungen unterzubringen, verstärkt umzusetzen.
Schock für Würzburger Menschenrechtler
Bislang haben nur ganze Familien die Möglichkeit, auszuziehen. Alleinstehende Männer sind dagegen nicht auszugsberechtigt. Außerdem fordert der Freundeskreis, dass die vorgefertigten Essenspakete abgeschafft werden, so dass Flüchtlinge ihr Essen selbst wählen können. Der "Freundeskreis für Ausländische Flüchtlinge" betonte in seiner Erklärung, dass es besonders tragisch sei, dass sich der Selbstmord ausgerechnet in der "bayerischen Vorzeige-Gemeinschaftsunterkunft" ereignet habe. Laut der Gruppierung habe die bayerische Staatsregierung in kein anderes Asylbewerberheim so viel Geld investiert wie in Würzburg. In keiner anderen Unterkunft lasse die Regierung so viel ehrenamtlich Tätige zu wie in Würzburg.
Aktivistin: Flüchtlinge können Erlebnisse nicht aufarbeiten
Uli von Sanden, die Münchner Sprecherin von "United 4 Iran - Bayern e.V.", einer Flüchtlingshilfe-Organisation, die sich um iranische Flüchtlinge kümmert, sieht den Selbstmord auch in der fehlenden psychotherapeutischen Begleitung begründet. Gefolterte Flüchtlinge würden mit ihren Erlebnissen oft völlig alleingelassen. Ob der Suizid durch eine solche Notlage, aus familiären Gründen oder aufgrund von Vorfällen in der Gemeinschaftsunterkunft ausgelöst wurde, darüber habe der Verein aber keine Erkenntnisse.
Situation der Unterbringung nicht unbedingt das Motiv
Der Sprecher der Regierung von Unterfranken, Johannes Hardenacke, betonte, dass die zuständigen Stellen ausdrücklich keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang des Suizids mit der Unterbringung in der Einrichtung sehen. Auch seien ihm keine weiteren Suizidfälle in seinem Zuständigkeitsbereich bekannt. Aktuell leben in der Würzburger Gemeinschaftsunterkunft 57 Iraner, davon sind 38 allein eingereiste Männer. Die iranischen Flüchtlinge stellen die drittgrößte Gruppe der derzeit 447 dort untergebrachten Flüchtlinge.
Suizid im Einzelzimmer
Ein 30-jähriger Iraner hatte sich in der Nacht zum Sonntag (29.01.12) in der Würzburger Asylbewerber-Unterkunft das Leben genommen. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken und der Sprecher der Regierung von Unterfranken, Johannes Hardenacke, bestätigten, war der Iraner seit sieben Monaten der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg zugeteilt. Davor hatte er einen Monat im Auffanglager Zirndorf gelebt. Nach weitergehenden Berichten von "United 4 Iran - Bayern e.V." habe sich der Mann in seinem Zimmer eingeschlossen und auf Klopfzeichen von Mitbewohnern nicht mehr reagiert.
Spontane Kundgebung, um Bevölkerung aufzurütteln
Am Montag (30.01.12) hatten sich etwa 70 Asylbewerber vor dem Würzburger Rathaus zu einer spontanen Kundgebung zusammengefunden, um auf ihre Lage in der Gemeinschaftsunterkunft aufmerksam zu machen. Die Demonstranten führten unter anderem Plakate mit der Aufschrift "Für die Freiheit gestorben" mit sich. Auf ihrer Kleidung trugen einige von ihnen ein Foto des Verstorbenen.

Wetter


Keine Kommentare mehr möglich.
babak, Dienstag, 07.Februar, 16:19 Uhr
3. asylanten
Ich bin iraner und habe fuer 22 Jaren in Deutschland gelebt,und mehrere male habe ich asylantenheime besucht,ich kenne die zustaende da,diese Menshen sind gezwungen von ihre heimatlaender zu fluechten,weil die politker in deuschland mit deren Regirungen eine sehr gute wirtschafliche zusammenarbeit hatten,wie in Iran meine Heimat,durch diese wirtschafliche zusammenarbet hat Deuschland es denen ermoeglicht stark zu werden um ihre volk unter druk zu setzen bis die keine andere moeglichkeit gesehen haben als zu fluchten und nach Deuschlan oder wo andres zu gehen,die Deutsche Regirung hat es gerne den Profit aus iran aber nicht die Probleme die,die damit veursacht haben,wir muessen es nicht vergessen,dass diese schlechte Erinerungen,kann die bezihungen zwischen uns zu belasten,weil das was wir Heute in Iran als Regirung haben kann sich veraendern und dan????? wir werden mit denen eine gesunde zusammenarbeit haben,die auf unsere seite(das volk)und nicht auf der seite die Regirung waren!!!!!!!!!!!!!
Persa, Dienstag, 31.Januar, 16:34 Uhr
2. Es ist wirklich eine Schande
Das ist wohl keine neue Geschichte. Allerdings redet mannicht so oft und gerne drüber. Ich bin wirklich sprachlos. Immer sollte etwas schlimmes geschehen, damit auf die Fehler aufmerksam wird. Wieso kümmert sich keine vorher darum????
amir, Dienstag, 31.Januar, 10:21 Uhr
1.
Es ist nicht zu fassen,