Schwebheim (Lkr. SW) Panik wegen vermeintlicher Terrorattacke
Anwohner rund um Schwebheim (Lkr. Schweinfurt) wurden am Donnerstag (02.08.12) durch zwei tieffliegende Kampfjets der Bundeswehr aufgeschreckt. Offenbar befürchteten sie einen Terroranschlag auf das benachbarte Atomkraftwerk Grafenrheinfeld.
Eine Anwohnerin schilderte gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass sie mit ihren drei Kindern aus Angst vor einem möglichen Terrorangriff auf Grafenrheinfeld in ihren Keller geflüchtet sei. "Wir hatten Todesangst", sagte die Mutter. Sie berichtete, dass sich auch die Kinder von Bekannten erschreckt hätten. Ein Kind sei dabei gestürzt und hätte sich einen Zahn ausgeschlagen.
Luftwaffe: Flugverbotszone nicht verletzt
Die Flugsicherung der Luftwaffe bestätigte auf Anfrage des BR, dass am späten Donnerstagvormittag zwei Kampfjets der Bundeswehr vom Typ Eurofighter zum Teil bis 579 Meter über Grund geflogen seien. Die Flugverbotszone rund um das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ist laut einem Sprecher der Luftwaffe nicht verletzt worden. Die Flugbewegungen hatten im Rahmen eines routinemäßigen Übungsfluges stattgefunden.
Bis 150 Meter über Grund
Rechtlich gesehen ist der Tiefflug von Militärjets nach Angaben des Luftwaffensprechers zwischen 7.00 und 17.00 Uhr im gesamten Luftraum der Bundesrepublik zulässig, und zwar bis zu einer Tiefe von 150 Metern über Grund. Vor allem in den Wintermonaten waren Menschen rund um das Kernkraftwerk mehrmals aufgeschreckt worden, weil amerikanische Kampfjets vom Typ Thunderbolt meist in der Nacht zum Teil in weiten Kreisen das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld umrundet hatten.

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