Streit um Stadionnamen Greuther Fürth gewinnt vor Gericht
Die Spielvereinigung Greuther Fürth darf die 1,2 Millionen Euro aus dem Verkauf der Namensrechte des Fürther Stadions behalten. Der Grundstückseigentümer wollte einen Anteil und hatte den Verein verklagt.
Am 1. Juli 2010 wurde aus dem "Playmobil-Stadion" die "Trolli-Arena". Verkauft hatte die Namensrechte die Spielvereinigung. Nicht gefragt wurde Conny Brandstätter, Sohn von Playmobil-Gründer Horst Brandstätter und Eigentümer des Stadions. Er verklagte den Verein vor dem Nürnberger Landgericht auf 1,2 Millionen Euro. Diese Summe entspreche den Einnahmen, die der Verein aus einem Vertrag mit dem Süßwarenhersteller "Trolli" erwirtschaftet habe, so Brandstädter: "Ich habe als Grundstückseigentümer sehr wohl bei der Namensvergabe mitzureden."
Gütliche Einigung gescheitert
Die Spielvereinigung sah dagegen keine rechtliche Grundlage zu zahlen und ließ es auf einen Prozess ankommen. Nun hat das Landgericht der Spielvereinigung recht gegeben. Vor dem Urteil war eine Einigung beider Seiten vor der Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth gescheitert.
"Ich freue mich dass dieses Thema damit für uns abgeschlossen ist."
Helmut Hack, Präsident der Spielvereinigung Greuther Fürth
Dem Vernehmen nach zahlte Trolle 250.000 Euro für jede Zweitligasaison an die Spielvereinigung. Pro Erstligasaison seien 700.000 Euro fällig, heißt es.
Verkauft, verpachtet, umbenannt
Das Stadion im Stadtteil Ronhof wurde 1910 errichtet. 1983 wurde es wegen der drückenden Schuldenlast des Vereins an den Playmobil-Gründer Horst Brandstätter verkauft. Der verpachtete das Gelände an die Stadt, die es der Spielvereinigung weiterhin zur Verfügung stellt. Später überschrieb Brandstätter das Areal seinem Sohn. Nach dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga erhielt der Ronhof den Namen "Playmobil-Stadion".

Wetter
