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Stadt Nürnberg Gegen neue Spielhallen im Hauptbahnhof

Die Stadt Nürnberg wehrt sich gegen weitere Spielhallen im Hauptbahnhof. Der Stadtplanungsausschuss will dafür sorgen, dass Daddelbuden künftig außen vor bleiben – wenn die Deutsche Bahn als Hausherr mitspielt.

Stand: 09.02.2012
Symbolbild Spielhalle | Bild: colourbox.com

"Wir wollen so etwas nicht", sagte der Sprecher des städtischen Baureferats, Gerhard Karl. Der Hauptbahnhof sei schließlich das Eingangstor für die Stadt.

Mehr Einkaufszentrum als Bahnhof

Bisher hatte die Stadt keine rechtliche Handhabe dagegen, da sich Bahnhöfe im Hoheitsgebiet der Deutschen Bahn befinden. Da viele Hauptbahnhöfe inzwischen eher kleine Einkaufszentren seien, habe sich die Rechtsprechung dahingehend geändert, dass auch die Städte ein Mitspracherecht hätten, so die Einschätzung des Nürnberger Baureferats.

Bahn: Ohne die Stadt geht nichts

Anlass für das Vorhaben des Stadtplanungsausschusses ist ein aktueller Antrag, eine 500 Quadratmeter große Spielhalle im Bahnhofsgebäude einzurichten. Die Bahn ließ inzwischen verlauten, im Nürnberger Hauptbahnhof nichts ohne Abstimmung mit der Stadt unternehmen zu wollen und bereits in Kontakt mit dem Stadtplanungsamt zu stehen.