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Finanzierung steht Nürnberger Opernball gerettet

Unternehmen aus der Region haben rund 170.000 Euro Spendengelder für den Nürnberger Opernball zugesagt, teilte das Nürnberger Staatstheater mit. In den vergangenen Jahren machte der Ball große Verluste und stand vor dem Aus.

Stand: 28.12.2012
Nürnberger Opernball (Archivbild aus dem Jahr 2009) | Bild: picture-alliance/dpa

Einige Rückmeldungen stünden noch aus, so das Staatstheater. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit einer Unterstützung von bis zu 200.000 Euro. Mit der Summe soll eine Finanzierungslücke geschlossen werden. Der Nürnberger Opernball 2013 soll eine "Iberische Nacht" werden.  Die Stadt Nürnberg und der Stiftungsvorstand des Nürnberger Opernballs einigten sich auf den 21. September als Termin für das Fest. Der Vorverkauf für die Karten beginnt im Februar.

Grüne gegen öffentliche Zuschüsse

In den vergangenen zehn Jahren musste das Staatstheater insgesamt rund eine halbe Million Euro für den Opernball zuschießen. Zuletzt verlangte die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen eine genaue schriftliche Aufstellung über die angelaufenen Verluste des Opernballs. Es sei wohl unstrittig, dass der Opernball nicht ins originäre Portfolio des Opernhauses gehöre, sagte Grünen-Stadtrat Achim Mletzko. Dementsprechend dürften keine öffentlichen Mittel zur Deckung eines Defizites herangezogen werden – egal, in welcher Höhe.

Defizit mit Überschüssen ausgeglichen

Der geschäftsführende Direktor des Staatstheaters, Christian Ruppert, widersprach allerdings Berichten, der Opernball-Verlust sei mit Geld des staatlich bezuschussten Theaters ausgeglichen worden. Vielmehr seien dafür Überschüsse der verschiedenen Theater-Geschäftsbereiche genutzt worden. Das Geld stamme etwa aus Mieteinnahmen oder der theatereigenen Gastronomie.

"Opernball wichtig für Staatstheater"

Zugleich bekannte Ruppert sich klar zum Opernball: "Der Opernball ist ein wichtiger Imagefaktor für das Staatstheater – daher ist es auch wichtig, ihn an den Anfang einer Spielzeit zu stellen." Dank des "breiten Schulterschlusses" der regionalen Partner dürften sich künftige Opernbälle in vollem Umfang kostendeckend finanzieren lassen, erwarten Direktor und Intendant des Staatstheaters.


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2 Kommentare

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2. opernball

Die Reichen und Schönen feiern und der Steuerzahler finanzierts. Warum solls in Nürnberg anders sein?

otti, Montag, 19.November, 14:59 Uhr

1.

Die Opernballbesucher sollten ihren Ball schon selbst mit ihren Eintrittskarten finanzieren, einen Zuschuß vom Staatstheater darf es nicht geben. Wenn dann auch noch alle Karten bezahlt werden müßen und nicht die meisten Gäste durch Beziehungen an Freikarten kommen, wäre ein Erhalt des Balls sicherlich möglich. Nassauer gibt es eben auch bei denen, die es sich leisten könnten.