Gedenkstätte in Fürth Ludwig-Erhard-Haus soll 2015 eröffnen
Die bayerische Staatsregierung stellt 3,5 Millionen Euro für das geplante Ludwig-Erhard-Haus in Fürth zur Verfügung. Dank dieser Summe rechnet die Stadt damit, das Begegnungs- und Forschungszentrum im Jahr 2015 zu eröffnen.
Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) versprach am Freitag (28.09.12) in Fürth, der Freistaat werde die Betriebskosten der Gedenkstätte bis zum Jahr 2018 übernehmen. Im Rahmen des bayerischen Kulturkonzepts würden dafür 3,5 Millionen Euro bereitgestellt. Außerdem kündigte Herrmann an, dass der Umbau des Erhard-Geburtshauses mit Städtebauförderungmitteln unterstützt werden soll.
Ludwig-Erhard-Haus als Forschungszentrum
Dank dieser Zusagen rechnen die Stadt und der private Ludwig-Erhard-Initiativkreis damit, das geplante Begegnungs- und Forschungszentrum im Jahr 2015 zu eröffnen. Es soll im Fürther Geburtshaus des zweiten deutschen Bundeskanzlers und Begründers der Sozialen Marktwirtschaft eingerichtet werden. Gerade die bedeutende Rolle Erhards beim wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands sei einer der Gründe für das finanzielle Engagement des Freistaats, so Herrmann.
"Wir haben Erhard das großartige deutsche Wirtschaftswunder zu verdanken. Was außerdem nur wenige wissen: Erhard war erster bayerischer Wirtschaftsminister nach dem Zweiten Weltkrieg."
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann
Der von der früheren TV-Moderatorin Evi Kurz geleitete Initiativkreis plant neben dem Begegnungszentrum auch eine Dauerausstellung. In ihr, so Kurz, solle Erhards Konzept der sozialen Marktwirtschaft anschaulich gemacht werden. Geplant ist auch eine entsprechende Ausstellungshalle auf einer Freifläche gegenüber dem Erhard-Geburtshaus. In einem Forschungszentrum sollen sich Wissenschaftler mit Erhards Konzept der sozialen Marktwirtschaft auseinandersetzen können.
Stichwort Ludwig Erhard
Ludwig Wilhelm Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren. Von 1949 bis 1963 war der CDU-Politiker Bundesminister für Wirtschaft, von 1963 bis 1966 als Nachfolger Konrad Adenauers zweiter Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Er gilt als Mitbegründer der Sozialen Marktwirtschaft. Erhard starb am 5. Mai 1977 in Bonn.

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