Franken - Aktuelles aus Franken

Acker bei Ansbach US-Hubschrauber verliert Teil seiner Ladung

Schon lange protestieren Ansbacher Bürger gegen den Lärm, den US-Hubschrauber mit ihren Übungsflügen verursachen. Nun ist es zu einem anderen Zwischenfall gekommen, den die Bürgerinitiative "Etz langt's" sehr kritisch sieht.

Stand: 16.01.2012
Hubschrauber | Bild: picture-alliance/dpa

Am vergangenen Donnerstagnachmittag (12.01.12) soll sich ein Gegenstand von einem US-Hubschrauber gelöst haben und bei Ansbach-Untereichenbach auf einen Acker gestürzt sein. Verletzt wurde dabei niemand, laut Polizei entstand auch kein Schaden.

Was genau auf dem Acker landete ist noch nicht bestätigt

Die Ansbacher Bürgerinitiative gegen US-Fluglärm "Etz langt's" spricht davon, dass es sich bei dem Gegenstand um Teile eines mitgeführten Militär-Jeeps gehandelt habe. Die Bürgerinitiative beruft sich dabei auf einen Augenzeugen. Das Polizeipräsidium Mittelfranken in Nürnberg und das zuständige Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung im hessischen Langen bestätigen das bisher nicht. Eine Sprecherin des Bundesaufsichtsamt sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Der Vorfall liegt uns noch nicht vor." Deshalb sei es derzeit nicht möglich, konkret Auskunft darüber zu geben.  

"Gefahr für Leib und Leben"

Die Bürgerinitiative wertet den Unfall in einer Mitteilung wörtlich als "Gefahr für Leib und Leben". Weil es kein Überflugverbot für die US-Hubschrauber über Wohngebiete gebe, könnte durchaus Schlimmeres passieren, heißt es in der Mitteilung weiter.

14 Kommentare

Bitte geben sie höchstens 2000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Dr. Michael Gampe, Donnerstag, 05.April, 18:40 Uhr

14. Jeepteil

Ach, Herr Schmidt. Lieber 1000-Briefe-Schreiber. Das fliegende Jeepteil war doch gezielt abgeworfen. GPS gesteuert, um Sie zu ärgern.

Klaus Schmidt, Montag, 02.April, 13:41 Uhr

13. Weitere Details (2)

Es handelt sich vielmehr um die Sitzfläche eines Sitzes des Jeeps, Größe ca. 38x45 cm, bestehend aus feuer- wasser-, wetter- und mehltauresistentem Material (siehe: https://www.dispositionservices.dla.mil ... OV&dodaac=). Das Gewicht ist nirgends angegeben, schätzungsweise dürfte es aber locker bei 1 bis 2 kg liegen. Gegenstände mit so einem Gewicht durchschlagen problemlos Dächer.

Zudem ist auf einer Explosionszeichnung (http://www.sotaparts.com/sitzkissen-hmmwv-3.html) zu sehen, dass diese Sitzfläche mit vier Schrauben an einer Metallplatte befestigt ist. Somit dürfte auch die Feststellung der Polizei bestätigt sein, die in ihrem Bericht von einem "schweren Metallgegenstand" sprach, wie die FLZ berichtet hatte, denn diese dürfte zusammen mit der Sitzfläche aus dem Jeep gefallen sein.

Klaus Schmidt, Montag, 02.April, 13:41 Uhr

12. Weitere Details (1)

Am 27.02.2012, also erst mehr als 2 Wochen nachdem das betreffende Teil aus dem an den Hubschrauber angehängten Jeep fiel, reagierte die 12. U.S.-amerikanische Kampffliegerbrigade nach Aufforderung mit einem Schreiben an das Luftwaffenamt.

In diesem (mir vorliegenden, auf legale Weise erhaltenen) Schreiben heißt es: "...the seat cushion (that) fell out of the HMMWV during sling load operations on Thursday, 12 January 2012, near the town of Untereichenbach".

Dass der werte Herr Staatssekretär Christian Schmidt, CSU, in einem Schreiben (http://www.etz-langts.de/Presseinfos/20 ... itz_120207) an den Abgeordneten Uwe Kekeritz, Grüne, von einem harmlosen "Sitzkissen" spricht, ist an Absurdität nicht zu überbieten, denkt man doch dabei unweigerlich an ein mit Daunen gefülltes Sofakissen.