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Nach Großbrand in Coburg Spenden noch nicht aufgebraucht
Acht Wochen nach dem Großbrand in der Coburger Innenstadt sind noch Spendengelder übrig. Die Betroffenen seien durch eine Soforthilfe entschädigt worden, sagte Coburgs Zweiter Bürgermeister. Trotzdem soll weiter Geld fließen.
Wie viel Geld die Betroffenen bekommen haben, wollte Coburgs Zweiter Bürgermeister Norbert Tessmer (SPD) auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks nicht sagen. Die Höhe der Finanzhilfe habe sich nach Bedürftigkeit und Schadenshöhe gerichtet, betonte er. Coburgs Bürger hatten knapp 45.000 Euro gespendet, die direkt an die durch den Großbrand Geschädigten flossen.
Millionen für Stadt und Bürger
Zusätzlich stellten der Unternehmer Michael Stoschek und seine Schwester Christine Volkmann insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung. Aus diesem Topf soll den Betroffenen bis Jahresende geholfen werden, erklärten die Geschwister. Das restliche Geld wollen sie nicht zurück haben. Eine Million Euro wollen sie für die Gestaltung eines Eingangs für die neue Tiefgarage am Coburger Schlossplatz spenden. Zwei weitere Millionen sollen in die Sanierung städtischer Altbauten investiert werden.
Gebäude müssen nicht abgerissen werden
Bei einem Gespräch Anfang Juni machte Thomas Goppel, Vorsitzender des Landesdenkmalrates, den Besitzern der abgebrannten Häuser Hoffnung. Alle Gebäude können wieder saniert werden. Zwar sind die Dachstühle der Häuser in der Herrengasse durch die Flammen komplett zerstört worden, ihr ursprüngliches Aussehen soll bei ihrer Sanierung aber zumindest nachempfunden werden. Überhaupt lege der Landesdenkmalrat hierbei keinen Wert auf exakte Nachbildungen. Die Häuser könnten also nach modernen Maßstaben, etwa hinsichtlich der Wärmedämmung, wieder aufgebaut werden. Die Fassaden, die weitgehend unbeschädigt seien, sollen aber erhalten bleiben.
Suche nach Ursache
Warum das Feuer in der Nacht zum Pfingstsonntag (27.05.12) ausbrach, ist nach wie vor unklar. Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Befragungen der Hausbewohner und Zeugen hätten keinen Anhaltspunkt für Fahrlässigkeit ergeben. An mehreren Häusern in der Altstadt entstand insgesamt ein Schaden in Millionenhöhe. Auch das städtische Puppenmuseum war von dem Feuer betroffen. Die Feuerwehr konnte die wertvolle Sammlung mit mehr als 2.000 historischen Puppen aber in Sicherheit bringen.

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