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Greuther Fürth Rote Karte für Neubau des Kleeblatt-Stadions

Der für 2014 geplante Stadionneubau der SpVgg Greuther Fürth ist vom Tisch. Das haben der Verein und die Stadt Fürth am Donnerstag (22.11.12) bestätigt. Statt dessen bleibt der Ronhof Heimat der Kleeblätter.

Stand: 22.11.2012

Im Rahmen einer Pressekonferenz haben der Fürther Oberbürgermeister Thomas Jung und Conny Brandstätter, der Eigentümer des Stadiongeländes, einen entsprechenden Mietvertrag bis ins Jahr 2040 geschlossen. Man habe sich mit Brandstätter doch noch einigen können und somit einen Stadionneubau auf Eis gelegt, so OB Jung.

"Das geplante neue Stadion im Süden der Stadt wäre eine Alternative gewesen, im Ronhof zu bleiben war unser Supertraum."

Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung

"Es gibt nur Gewinner"

Fürth habe sehr viel Geld in den Ronhof investiert und freue sich nun auch weiterhin hier spielen zu können, sagte Kleeblatt-Präsident Helmut Hack auf der Pressekonferenz. "Es gibt nur Gewinner." Man habe einen sehr guten Mietpreis mit dem Eigentümer des Stadiongeländes vereinbart, der für beide Seiten ein sehr guter Deal sei. Die Spielvereinigung müsse nun nicht viel Geld und Kapazitäten in ein neues Stadion stecken und könne sich voll auf die sportlichen Aktivitäten konzentrieren, so Hack weiter.

Brief an Anwohner

Verantwortliche von Greuther Fürth im Stadion am Ronhof

Veranstaltungsort der Vertragsunterzeichung war der Medienraum der Trolli-Arena, wie das Ronhof-Stadion seit 1. Juli 2010 offiziell heißt. Der Verein hatte die Neuigkeiten bereits am Abend vor der offiziellen Bekanntgabe in einem Brief an die Anwohner des alten Stadions mitgeteilt. Darin war von "konstruktiven Gesprächen" mit dem Verpächter Conny Brandstätter zu lesen. Das Schreiben war in der unmittelbaren Nachbarschaft des Ronhof-Stadions am Laubenweg 60 verteilt worden.

"Es gehört zum guten Stil unserer jahrelangen und guten Nachbarschaft, Ihnen diese Information aus erster Hand zu geben."

Aus dem Brief an die Anwohner in Ronhof

Bleibt Sommer im Boot?

Der ursprünglich geplante Neubau sollte für 35 Millionen Euro am Main-Donau-Kanal entstehen. An der Finanzierung des für 20.000 Besucher ausgelegten Gebäudes hatte der Fürther Unternehmer Thomas Sommer finanzielle Unterstützung zugesagt. Das Projekt stand zuletzt bei Anwohnern der künftigen Baustelle und Umweltschützern massiv in der Kritik. Derzeit fasst der Ronhof nach dem letzten Ausbau 18.000 Fans. Ob sich Sommer an zukünftigen Erweiterungen finanziell beteiligen wird, ist unklar.

Ursprünglich geplanter neuer Stadion-Standort

Erst gestritten, dann geeinigt

Noch vor wenigen Wochen lagen sich Verpächter und Verein in den Haaren: Conny Brandstätter wollte nachträglich an den Erlösen beteiligt werden, die Greuther Fürth aus dem Verkauf der Namensrechte des Stadions an den Süßwarenunternehmer Mederer gezogen hatte. Erst Mitte Oktober war Brandstätter mit einer entsprechenden Klage vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gescheitert. Der Sohn des Playmobil-Gründers Horst Brandstätter ließ am Donnerstag offen, ob Playmobil in Zukunft wieder an den Namensrechten des Stadions interessiert ist.

Abstimmung

Greuther Fürth bleibt im Ronhof. Ist das die richtige Entscheidung?

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Christine-Zeuner , Donnerstag, 22.November, 15:19 Uhr

2. Stadion

Endlich eine gute Entscheidung,das man im alt ehrwürdigen Rohnhof bleibt.
Großes Lob an Conny Brandstätter,für sein Entgegenkommen,die Pacht bis
2040 zu verlängern.

Christine-Zeuner.

Peter Müller, Donnerstag, 22.November, 13:23 Uhr

1. Typisch Fürth

In letzter Zeit blamieren sich OB und Stadtverwaltung nach Strich und Faden.
Wenn es gerecht zuginge, würde Fürth im nächsten Guiness-Buch der Rekorde als ANKÜNDIGUNGSWELTMEISTER erscheinen.

Ob neues Stadion, Marktkauf, City Center etc., ob Teilrückzieher bei der Aufenthaltsverordnung zum Derby (was ist mit den zahlreichen in Fürth lebenden Clubfans).

Fehlt nur noch, dass das Projekt Neue Mitte platzt, das bisher ja nur einen Umzug von C&A und somit keine Verbesserung der Handelsstruktur bringt.

Dafür werden traditionelle Dörfer wie Poppenreuth von gehätschelten Firmen (Der OB ist immer bei der Präsentation dabei) mit Bauten verschandelt, die überhaupt nicht in die Landschaft passen (Pseudo-Bauhaus, Pseudo-Toscana-Stil, Möbel Höffner) um nur einiges zu erwähnen.