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1. FC Nürnberg Sportlich "pfui", wirtschaftlich "hui"

Auch wenn es beim 1. FC Nürnberg aktuell sportlich hakt, wirtschaftlich läuft es bestens. Wie Finanzvorstand Ralf Woy mitteilte, machte der "Club" im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/2012 einen Gewinn von vier Millionen Euro.

Stand: 09.10.2012
Vereinsfahne 1. FC Nürnberg | Bild: picture-alliance/dpa

Mit diesem Gewinn drückte der Verein auch seinen Schuldenstand auf nun 2,33 Millionen Euro. Als Gründe für das erneut positive Geschäftsergebnis, mit dem der Club wirtschaftlich einen gewaltigen Sprung nach vorne macht, nannte Woy mehrere Faktoren. So habe der 1. FC  Nürnberg erneut einen Überschuss bei den Spielertransfers erwirtschaftet. Dies sei vor allem durch den Verkauf von Philipp Wollscheid an Bayer Leverkusen möglich gewesen. Außerdem hätten sich Nachschlagszahlungen von Borussia Dortmund und dem Hamburger SV für Ilkay Gündogan und Dennis Diekmeier finanziell deutlich bemerkbar gemacht.

Gut dotierte Verträge liefen aus

Auch bei den TV-Einnahmen sowie den Spiel- und Werbeerträgen nahm der 1. FC Nürnberg mehr ein als im Jahr zuvor. Gleichzeitig konnte der Etat für den Lizenzbereich von 24,3 Millionen auf 20,5 Millionen gesenkt werden, weil einige gut dotierte Verträge ausliefen. Als Beispiel wurde der Vertrag von Ex-Kapitän Andreas Wolf genannt.

Spielraum für Verstärkungen

Für die laufende Saison hofft Woy nun, dass der sportliche Abwärtstrend der vergangenen Wochen gestoppt werden kann. Am Ende dieser Spielzeit soll erneut eine Platzierung zwischen Platz zehn und zwölf herausspringen - und die damit verbundenen Fernsehgelder weiter fließen. Größere Einnahmen aus Spielertransfers seien dann nicht mehr notwendig, so Woy. Außerdem gebe es Spielraum für Verstärkungen, sollte die sportliche Leitung in der Winterpause dafür Bedarf sehen.

In zwei Jahren schuldenfrei

Woy hofft zwar, dass die verbliebenen Schulden von 2,33 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren komplett abgebaut werden können. Gleichzeitig erklärt er, dass ihn das negative Eigenkapital, das vor zwei Jahren noch bei knapp elf Millionen Euro lag, nicht mehr nervös mache: "Wir wollen uns konsolidieren, aber dabei wettbewerbsfähig bleiben und werden den Verein nicht kaputtsparen", so der Finanzvorstand auf der Bilanz-Pressekonferenz am Dienstag (09.10.12).


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1 Kommentare

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Bernstein, Mittwoch, 10.Oktober, 16:04 Uhr

1. Überzogen- Sportlich pfui?

Also sportlich einen vierzehnten Platz als Pfui zu bezeichnen, halte ich vollkommen daneben. Nur weil jetzt vier Niederlagen am Stück zu beklagen waren, rechtfertigt das für den FC- Bayern- Sender noch lange nicht so eine Schlagzeile. Andere wären froh mit dem sportlichen Stand. - und haben ein vielfaches an Euros investiert!

Sendungsinfo

  • zur Sendungshomepage Regionalnachrichten Franken von 6.00 bis 18.00 Uhr, jeweils zur halben und zur vollen Stunde, Bayern 1