Landgericht Nürnberg-Fürth Frau erwürgt - Angeklagter schweigt
Zum Prozessauftakt wollte sich ein 47-jähriger Hilfsarbeiter aus Fürth nicht zum Mordvorwurf äußern. Er ist angeklagt, weil er seine Lebensgefährtin im Schlaf erwürgt haben soll. Nach dem Tod der Frau tauchte der Mann unter.
Nachdem die Schwester des Opfers die Frau nicht habe erreichen können, alarmierte sie die Polizei. Das sagten Polizisten vor Gericht aus. Anschließend fanden Beamte die Frau tot in ihrem Bett. Die Vorwürfe der Ermittler wiegen schwer: Demnach konnte der 47-Jährige nicht verkraften, dass sich seine Lebensgefährtin von ihm trennen wollte. Etwa zwei Wochen nach der Tat wurde er in Norditalien festgenommen und dann nach Deutschland ausgeliefert. Zunächst saß er in Untersuchungshaft, ehe er wegen psychischer Störungen in eine Klinik eingewiesen wurde. Das Gericht hat vier Verhandlungstage angesetzt. Am 13. Dezember soll das Urteil verkündet werden.
Geld abgehoben, dann verschwunden
Der Angeklagte war Ende Dezember 2011 in Norditalien wegen eines Taschendiebstahls inhaftiert worden. Beim Abgleich der Personalien stieß die italienische Polizei dann auf den Haftbefehl aus Deutschland. Nach Angaben der Ermittler hatte er am Tag der Tat eine vierstellige Summe Bargeld in der Nähe des Fürther Hauptbahnhofs abgehoben, dann tauchte er unter.
Als Wohnsitzloser bekannt
Die 46-jährige Lebensgefährtin des Mannes war am Abend des 17. Dezember 2011 tot in ihrer Wohnung in der Fürther Bogenstraße gefunden worden. Die Obduktion ergab, dass sie erwürgt worden ist. Die Polizei kam rasch auf die Spur des Lebensgefährten, der als Wohnsitzloser bekannt war. Offenbar lebte er zumindest zeitweise bei seiner Lebensgefährtin.

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