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Sperrung aufgehoben Nürnberger Fliegerbombe entschärft

Nach der Entschärfung der Bombe im Nürnberger Norden hat sich die Situation wieder normalisiert. Der Blindgänger wurde am Mittwoch entdeckt. Das Areal musste weiträumig evakuiert werden.

Stand: 13.09.2012

Etwa eine halbe Stunde dauerte es, ehe der Sprengmeister Entwarnung geben konnte und die erfolgreiche Entschärfung des Blindgängers meldete. Bei dem Sprengkörper handelte es sich nach Angaben der Polizei um eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Bauart. Inzwischen fließt der Verkehr rund um die Bayreuther Straße wieder normal. Auch die U-Bahnlinien U2, U21 und U3 haben ihren Betrieb wieder aufgenommen.

Sicherheitszone evakuiert

Die 250 Kilogramm schwere Bombe in der Baugrube

Auch die Anwohner, die am Vormittag ihre Wohnungen verlassen mussten, konnten inzwischen wieder zurückkehren. In der sogenannten Sicherheitszone mit einem Radius von 300 Metern um den Fundort leben über 1.600 Menschen. Wer nicht zur Arbeit musste oder anderweitig unterwegs war, konnte in einem nahe gelegenen Gymnasium Unterschlupf finden.

Die Anwohner waren von den Einsatzkräften oder mit Handzetteln über die bevorstehende Evakuierung informiert worden. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren nach Angaben der Stadt mit einem Großaufgebot von über 250 Einsatzkräften vor Ort.

Gaszufuhr teilweise gekappt

Zur Sicherheit hatte die N-Ergie die Gasleitungen in der Evakuierungszone gesperrt. Nun wird jede einzelne Leitung auf Lecks untersucht. Daher könne es noch einige Zeit dauern, ehe die Gasleitungen wieder geöffnet werden, teilte die Stadt mit. Möglicherweise werden einige Haushalte erst im Laufe des Freitags wieder an die Gasversorgung angeschlossen. Die N-Ergie hat ein Servicetelefon eingerichtet: 0911 / 26 39 84

Evakuierung in der Nordstadt

Nicht vergleichbar mit Münchner Bombe

Fundort der Nürnberger Fliegerbombe

Der Blindgänger war am Mittwoch (12.09.12) gegen 14.00 Uhr bei Sondierungsarbeiten für ein Bauvorhaben gefunden worden. Daraufhin wurde ein Sprengkommando angefordert, um den Fund zu untersuchen. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine Fliegerbombe englischer Bauart handelte. Der Blindgänger habe einen Aufschlagzünder und sei daher nicht vergleichbar mit der Bombe, die Ende August in München bei der kontrollierten Sprengung erhebliche Schäden an Gebäuden verursachte, sagte ein Polizeisprecher. In der Landeshauptstadt war ein chemischer Zeitzünder eingebaut, der sich nicht mehr entfernen ließ.


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2 Kommentare

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Grüner Cornelia, Donnerstag, 13.September, 13:05 Uhr

2. Entschärfung

Meinen Respekt und Glückwunsch für diese großartige Leistung an den Sprengmeister!

Grüner Cornelia, Donnerstag, 13.September, 12:50 Uhr

1. Fliegerbombe

Es ist zwar sehr schlimm, dass es immer noch so viele unentdeckte Geschosse gibt, aber vielleicht hat auch was gutes: durch die Evakuierungen rücken die Menschen doch näher zusammen. Kann diese Nähe nicht irgendwie noch gefördert werden, indem man mit sozialen Hilfsstellen "nachhilft"???? Wär doch ein schönes Endergebnis, nicht wahr?