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170 Mitarbeiter betroffen Autozulieferer DGH in Hof insolvent

Der Dresdner Automobilzulieferer DGH-Group Druckguss Heidenau GmbH hat Insolvenz angemeldet. Betroffen ist davon auch das Werk in Hof mit rund 170 Mitarbeitern. Die Stadtverwaltung wurde davon völlig überrascht.

Stand: 22.06.2012
DGH-Werk in Hof | Bild: BR-Studio Franken/Jörg Hertle

Insgesamt beschäftigt das Alugießerei-Unternehmen an drei Standorten 1.000 Mitarbeiter. Der Betrieb soll weitergeführt werden, so der vorläufige Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko. Er plant, das Unternehmen zu sanieren. "Die DGH-Group betreibt eine der modernsten Gießereien Europas und ist als Technologieführer der Branche für die Automobilindustrie ein unverzichtbarer Partner", so Danko.

Auch Vorgänger ging insolvent

Die Hofer Stadtverwaltung wurde von der Insolvenz offenbar völlig überrascht. Der städtische Wirtschaftsförderer Klaus-Jochen Weidner sagte auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks, dass der Markt im Bereich Aluminium-Gießerei hart umkämpft sei. Schon der Vorgänger von DGH, die spanische Firma Altec, musste Insolvenz anmelden. Sie war vor zehn Jahren der erste Betrieb im Hofer Automobilzulieferer-Park.

Zahlungskräftige Kundschaft

Nach ersten Erkenntnissen sollen der enorme Preisdruck in der Automobilzuliefererbranche sowie Altverträge mit den Herstellern mit unzureichenden Margen zum aktuellen Liquiditätsengpass beigetragen haben. Zu den Kunden der DGH-Gruppe gehören laut Insolvenzverwalter eine Vielzahl namhafter Automobil-Hersteller, darunter BMW, Daimler, Ford und der Volkswagen-Konzern. Das Unternehmen erwirtschaftete an den Standorten Dohna bei Dresden, Hoym/Seeland in Sachsen-Anhalt sowie im fränkischen Hof zuletzt einen Jahresumsatz von rund 120 Millionen Euro.


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