Daniela Schadt Die Frau an der Seite von Joachim Gauck
Sie lebt seit über 25 Jahren in Nürnberg und in dort haben sie sich auch kennengelernt: Daniela Schadt wird an der Seite von Joachim Gauck die neue First Lady im Staate. Die 52-Jährige ist Journalistin und gilt als sehr engagiert.
Daniela Schadt wurde am 3. Januar 1960 im hessischen Hanau geboren. Die Frau mit den dunkelblonden Haaren ist eine vielseitig interessierte Zeitungsjournalistin, die Themen kritisch hinterfragt und Geschichten auf den Grund geht. Arbeitskollegen und Freunde beschreiben sie als bescheiden - im Mittelpunkt zu stehen sei nicht ihr Fall.
Schadt will Beruf aufgeben
Ihren Beruf als Leitende Politikredakteurin will Schadt aufgeben und sich stattdessen um neue Aufgaben in Berlin bemühen. Konkrete Entscheidungen gebe es aber noch nicht, sagte Schadt. Ihren Informationen zufolge sei es wohl kein Problem, wenn die Frau an der Seite des Bundespräsidenten einen Beruf ausübe.
"Es gibt keine in der Verfassung vorgesehene Aufgaben für die First Lady. Man kann das als Partnerin des Staatsoberhaupts also so oder so handhaben. Mein Unglück ist allerdings, dass ich einen Beruf habe, der sich schlecht an der Seite des Bundespräsidenten ausüben lasst."
Daniela Schadt, Journalistin und Lebensgefährtin von Joachim Gauck.
Medienprofi in Schloss Bellevue
Außerdem gilt sie als hartnäckig, charmant und gut informiert. Seit Jahren engagiert sich Daniela Schadt ehrenamtlich als Beisitzerin im Vorstand des Nürnberger Presseclubs. Wenn sie ihren Gesprächspartnern auf den Zahn fühlt, dann stets mit einem charmanten Lächeln. Mit der 52-Jährigen wird ein politischer Kopf und Medienprofi zur neuen deutschen First Lady.
"Ein bisschen unwirklich"
Der Gedanke daran bald die neue First Lady zu sein, ist für Daniela Schadt noch "ein bisschen unwirklich". Was künftig alles auf sie zukomme, könne sie sich noch nicht so recht vorstellen, so Schadt in der Dienstagsausgabe (21.02.12) der "Nürnberger Zeitung". Sie müsse sich noch sortieren, fügte sie hinzu. Sicher werde sich jetzt in ihrem Leben viel ändern. Aber so richtig wahrhaben könne sie die Umstellung noch nicht.
Seit 2000 mit Gauck liiert
Nach dem Abitur studierte Daniela Schadt in Frankfurt am Main Germanistik, Politik und französische Literatur. Seit 1985 arbeitet sie als Redakteurin bei der "Nürnberger Zeitung". Joachim Gauck lernte sie bei einem seiner Vorträge als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen in Nürnberg kennen. "Das war so interessant, da musste nochmal drüber diskutiert werden", beschrieb Schadt die Anfänge ihrer Beziehung zu Gauck. Seit dem Jahr 2000 ist sie mit ihm liiert.
Paar ohne Trauschein
Seit mehr als zwölf Jahren sind die beiden ein Paar ohne Trauschein und sie pendeln zwischen Berlin und Nürnberg hin und her. Joachim Gauck, der sich nach dem Mauerfall von seiner Frau und der Mutter seiner vier Kinder trennte, hat sich bislang nicht scheiden lassen. Über eine Hochzeit mit Daniela Schadt hatte Joachim Gauck schon 2010 nachgedacht. Für den Fall, dass er Staatsoberhaupt werde, könnte aus der Fernbeziehung eine Nahbeziehung werden, sagte er damals. Doch statt seiner wurde Christian Wulff erster Mann im Staate - aller Voraussicht nach wird ihn Gauck am 18. März beerben.
Privatleben soll privat bleiben
Die Beziehung zu Joachim Gauck und ihr gesamtes Privatleben behandelt Daniela Schadt mit äußerster Diskretion. Fragen zu einer möglichen Heirat mit Gauck wehrte sie ab: Ihr Privatleben wolle sie "nicht ventilieren", wird sie in den "Nürnberger Nachrichten" zitiert. Erst einmal müsse sie Gaucks Nominierung verdauen. An ihrem Partner schätzt sie vor allem seinen Mut und seine Begeisterungsfähigkeit: "Herz und Verstand sind in einer Balance, ohne dass der Verstand zu kurz kommt."
Frau, die etwas bewirken will
Wird Joachim Gauck Bundespräsident, dann beendet Daniela Schadt vermutlich ihre Arbeit als Zeitungsredakteurin, um ihn mit ganzer Kraft zu unterstützen. Allerdings wird sie sich wohl kaum auf rein repräsentative Aufgaben an der Seite des höchsten Mannes im Staat beschränken. Nach Einschätzung von Arbeitskollegen wird sie sich vielmehr eine eigene Aufgabe suchen, in der sie selbst auch etwas bewirken kann. Genaueres über ihre beruflichen Pläne steht allerdings noch nicht fest. Der Chefredakteur der "Nürnberger Zeitung" sagte, Daniela Schadt könne jederzeit wieder bei seinem Blatt anfangen.

Wetter



Sowada, Sonntag, 13.Mai, 11:45 Uhr
6. Frau Gauck
Wenn ich einen Eintrag über Frau Gauck suche, erscheint immer ein Bild von Gauck mit Frau Daniela Schadt. Wie ist das möglich, bin ich falsch informiert?
Werner Reinalter, Montag, 19.März, 13:35 Uhr
5. Frau Daniela Schadt
Es ist sehr erfreulich nun einen unabhängigen Bundespräsidenten zu haben.
Wenn dessen Lebensgefährtin dazu auch noch anhand ihres beruflichen Werdeganges politisch erfahren ist, wird sie nicht unerheblich zum Gelingen einer erfolgreichen und für unser Volk absolut positiven Präsidentschaft beitragen.
Es gehört zum Respekt und zur menschlich notwendigen Akzeptanz der Personen von Herrn Joachim Gauck und seiner Lebensgefährtin Frau Daniela Schadt nicht im Vorfeld und nicht mit absolut unangebrachter Voreingenommenheit zu reagieren.
Ich wünsche Frau Schadt und Herrn Gauck alles Gute und beste Gesundheit für das gemeinsame schwierige und herausfordernde Amt des Bundespräsidenten.
Bürger dieses Staates, Mittwoch, 22.Februar, 09:26 Uhr
4. Im Auge des Betrachters
Nach Ordnung zu verlangen kommt von Jenen, welche sich selbst als Maßstab sehen. Bei den Gaucks ist in Sachen Familienverhältnissen doch wohl nichts unklar. Sie haben für sich selbst eine Sortierung ihrer Beziehungen zu einenander gefunden. Und solange darunter niemand leidet, ist es gut so wie es ist.
mehr Kommentare