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Bayreuth Millionen für Kultur und Tourismus

Stadt und Landkreis Bayreuth wollen viele Millionen Euro in Kulturprojekte investieren: In Bayreuth wird die Richard-Wegner-Villa "Wahnfried" saniert und ein Tagungszentrum errichtet. In Obernsees wird die Therme ausgebaut.

Stand: 22.12.2011
Grafik: Sanierte Villa Wahnfried mit Museumsneubau | Bild: Büro Staab Architekten Berlin

Rund 40 Millionen Euro will der Bayreuther Stadtrat in seine zwei Projekte investieren - der Anteil, den die Stadt selbst tragen muss, ist aber vergleichsweise gering. Bereits im kommenden Frühjahr soll die Sanierung der "Villa Wahnfried" beginnen, neben der auch ein Museumsneubau errichtet werden soll. Insgesamt soll das Museum fast 15 Millionen Euro kosten.

Museum wird zu spät fertig

Die Stadt Bayreuth zahlt für das Museumsprojekt rund zwei Millionen Euro. Der Rest wird aus Zuschüssen von Bund, Freistaat und anderen Förderern finanziert. Die Sanierung der Komponisten-Villa und der Museumsneubau sind allerdings frühestens im Jahr 2014 fertig. Ursprünglich sollten die "Villa Wahnfried" und das Richard-Wagner-Museum ihre Türen bereits zum Wagner-Jubiläumsjahr 2013 öffnen.

Neues Tagungszentrum wird von Stadt gepachtet

Der Bayreuther Stadtrat hat zudem den Bau eines Tagungszentrums gebilligt. Insgesamt kostet das Projekt fast 26 Millionen Euro, den Löwenanteil der Investition schultert allerdings die Bayreuther Brauerfamilie Maisel. Bayreuth zahlt zunächst rund vier Millionen Euro aus der Stadtkasse und verpflichtet sich, das Haus für mindestens 25 Jahre zu pachten. Der Unternehmer Jeff Maisel berichtete dem Stadtrat, er erwartet durch das Tagungszentrum bis zu 50.000 zusätzliche Besucher in Bayreuth.

Geld gegen Besucherschwund

Der Landkreis Bayreuth investiert rund fünf Millionen Euro in den Ausbau der Therme Obernsees. Damit soll der Besucherschwund gestoppt werden. Mehr als die Hälfte des Geldes soll aus Zuschüssen finanziert werden, sagte ein Sprecher des Landratsamtes dem Bayerischen Rundfunk. Es soll ein neuer Kinderbereich entstehen und die Saunalandschaft umgestaltet werden. Losgehen soll es im kommenden Jahr, bis 2013 soll alles fertig sein. Die Therme, die von einem Zweckverband des Landkreises getragen wird, verzeichnet in diesem Jahr rund 230.000 Besucher, etwa 60.000 weniger als vor vier Jahren.